15.01.2018
Altersvorsorge & Rente

5 Tipps, wie Sie Ihre Fami­lie ideal absi­chern

Es ist eine schaurige Vorstellung, über den eigenen Tod nachzudenken. Familien und Paare sollten es dennoch tun – im Interesse der Kinder und des Partners.

Die Kinder aufwachsen sehen, ein erfülltes Berufsleben, das Alter lange und gesund genießen - dieses Ideal erfüllt sich nicht für jeden. Von 100 Frauen, die heute 30 Jahre alt sind, sterben statistisch betrachtet fünf Frauen vor ihrem 67. Geburtstag.  Bei 30-Jährigen Männern ist es sogar jeder zehnte, der seinen Ruhestand nicht erleben wird.

 

Mehr Sicherheit für Familien

Für den Fall, dass ein Elternteil frühzeitig stirbt, sollten Familien mit einer Risikolebensversicherung vorsorgen – im Interesse der Kinder und auch des Lebenspartners. Sollte die versicherte Person sterben, zahlt diese Police den Hinterbliebenen einen vorab festgelegten Geldbetrag, die Todesfallsumme. In dieser schwierigen Situation kann die Risikolebensversicherung helfen, finanzielle Verpflichtungen zu erfüllen. Zum Beispiel kann sie


  • den Verlust des Einkommens der verstorbenen Person kompensieren,
  • Laufende Kredite für das Haus tilgen und Leasingverträge bedienen (Auto, Konsumgüter, etc.) oder
  • die Ausbildung der Kinder weiterfinanzieren.

 

Neben der finanziellen Versorgung hat eine Risikolebensversicherung auch einen immateriellen Wert: Sie bringt Sicherheit ins Leben einer Familie und schafft die Gewissheit, im Todesfall den gewohnten Lebensstandard weitestgehend fortführen zu können.



5 Tipps für den richtigen Todesfallschutz

Familien, die sich finanziell vor einem Todesfall absichern möchten, sollten dabei folgende Tipps beherzigen.


1. Timing ist alles: Der richtige Zeitpunkt für eine Risikolebensversicherung

Der Gesundheitszustand spielt beim Abschluss einer Risikolebensversicherung eine Rolle. Jüngere Menschen sind in der Regel gesünder. Wer in jüngeren Jahren eine Risikolebensversicherung abschließt, bezahlt deshalb meist eine niedrigere Prämie als jemand, der erst später im Leben den Todesfall versichern möchte.

 

Abgesehen davon gibt es Zeitpunkte im Leben, an denen Paare Verantwortung für sich, für andere und vor allem auch finanziell übernehmen, etwa


  • beim Kauf einer Wohnung oder eines Hauses, oder
  • bei der Geburt eines Kindes.


Zu beiden Zeitpunkten lohnt es sich, über eine Risikolebensversicherung nachzudenken. Paare sollten sich dabei eine einfache Frage stellen: Wie kommen meine Hinterbliebenen finanziell über die Runden, wenn ich (und mein Einkommen) nicht mehr da wäre?


2. Schätzen Sie realistisch: Todesfallsumme veranschlagen

Man nehme drei bis fünf Bruttojahresgehälter – je nachdem, ob nur der Partner oder auch Kinder abgesichert werden sollen – und addiere die Höhe finanzieller Verpflichtungen: So erhält man einen passenden Richtwert für die Summe, die die Angehörigen im Todesfall erhalten sollen.

 

Ein Rechenbeispiel: Ein Angestellter mit 40.000 Euro Bruttojahresgehalt sollte mit einer Todesfallsumme zwischen 120.000 Euro und 200.000 Euro kalkulieren. Falls noch ein Kredit über 50.000 Euro abgezahlt wird, sollte die Todesfallsumme auf 170.000 Euro bzw. 250.000 Euro erhöht werden. Auch zukünftig geplante Kredite oder andere Verpflichtungen und deren Laufzeiten können für die richtig bemessene Todesfallsumme eine Rolle spielen. 


3. Passen Sie die Police Ihrem Leben an – nicht umgekehrt  

Die Punkte, auf die sich Kunde und Versicherer bei Vertragsabschluss verständigen, sind nicht für alle Ewigkeit in Stein gemeißelt. Lebensumstände können sich ändern, die Risikolebensversicherung auch. Risikolebensversicherer bieten mittlerweile zahlreiche Wahlmöglichkeiten, um den Todesfallschutz anzupassen:

 

  • Nach einer Heirat, Geburt, Gehaltserhöhung oder einem Immobilienkauf können Versicherte die Todesfallsumme häufig ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen (Nachversicherungsgarantie).
  • Bei einer Geburt oder Adoption  erhöhen manche Versicherer vorübergehend die Todesfallsumme  – ohne dass die Prämie steigt.
  • Versicherte können bei Bedarf die Laufzeit ohne erneute Gesundheitsprüfung ändern.
  • Versicherte können in der Bauphase der selbstgenutzten Immobilie die Todesfallsumme vorübergehend erhöhen.

 

In vielen Premiumprodukten können inzwischen auch ergänzende Risiken abgesichert werden.

 

  • Erleidet ein Versicherter einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder erkrankt an Krebs, gewährt der Versicherer als Sofortleistung meist einen Teil der Versicherungssumme.
  • Bei schweren Krankheiten mit prognostizierter Lebenserwartung von maximal 12 Monaten können Todesfallleistungen vorgezogen werden.



4. Steuern: Vergessen Sie den Fiskus nicht!

Auf die Todesfallsumme erhebt der Staat keine Einkommenssteuer. In bestimmten Konstellationen kann jedoch Erbschaftssteuer anfallen. Dieser Faktor ist vor allem für unverheiratete Paare von Bedeutung, da sie lediglich einen Freibetrag von 20.000 Euro haben (Ehepartner: 500.000 Euro).

 

Es gibt jedoch eine Möglichkeit, wie Paare bei der Auszahlung der Risikolebensversicherung keine Erbschaftsteuer bezahlen müssen. Man versichert nicht sein eigenes Leben, sondern das des Partners („Überkeuzversicherung“). Ein Beispiel: Um das Leben der Frau zu versichern, schließt der Mann eine Risikolebensversicherung ab, er wird Versicherungsnehmer. Der entscheidende Punkt: Als versicherte Person wird seine Lebensgefährtin in den Vertrag aufgenommen. Stirbt sie, erhält der Mann die Todesfallsumme, ohne darauf Erbschaftssteuer zahlen zu müssen.

 

5. Zwei Leben absichern: Gegenseitiger Schutz für Paare

In vielen Familien tragen Mann und Frau zum Einkommen der Familie bei. Das bedeutet auch, dass die Absicherung beider Leben finanziell relevant ist. Paare können sich gegenseitig mit einer „Versicherung auf verbundene Leben“ absichern. Der Vorteil: Diese Tarife sind meist günstiger, als wenn das Paar zwei einzelne Verträge abschließen würde.