25.09.2018
Altersvorsorge & Rente

So rech­net sich die Lebens­ver­si­che­rung für die Kun­den

Es stimmt: Der Niedrigzins belastet die Lebensversicherung. Dennoch haben die Lebensversicherer im Jahr 2017 insgesamt gut 47 Milliarden Euro erwirtschaftet – von denen über 45 Milliarden an die Kunden gingen.

Lebensversicherer erwirtschaften Erträge aus ihren Kapitalanlagen. Hinzu kommen weitere Erträge, wenn geringere Kosten anfallen oder weniger Versicherungsrisiken eintreten als kalkuliert. Mit den erwirtschafteten Erträgen finanzieren die Lebensversicherer in erster Linie die Leistungen, die sie ihren Kunden garantiert haben. Verbleibende Erträge bilden den so genannten Rohüberschuss, der nach gesetzlich vorgegebenen Regeln für die Überschussbeteiligung der Kunden verwendet wird. Nur ein kleiner Teil vom Rohüberschuss geht an den Lebensversicherer beziehungsweise seine Aktionäre.


Konkret: Im Jahr 2017 haben die deutschen Lebensversicherer gut 47 Milliarden Euro erwirtschaftet. Davon kamen den Kunden gut 36 Milliarden Euro für Garantieleistungen (Verzinsung und Zinszusatzreserve) zu Gute. Vom verbleibenden Rohüberschuss gingen 8,7 Milliarden Euro an die Kunden, an die Unternehmen 2,1 Milliarden Euro. Übrigens wurde rund ein Drittel dieser Summe dazu genutzt, die Eigenkapitalbasis der Unternehmen zu stärken. Davon profitieren Kunden unmittelbar: Ihre Leistungsansprüche sind in einem unverändert herausfordernden Niedrigzinsumfeld noch besser gesichert.