20.03.2017
Altersvorsorge & Rente

Wie kann ich mit einer Ries­ter- oder Basis-Rente Steu­ern spa­ren?

Wer privat mit einer Riester- oder Basis-Rente für das Alter vorsorgt, kann Steuern sparen – und sollte die Beiträge daher unbedingt in der Steuererklärung angeben. Versicherungsexperte Mathias Zunk erklärt, was Sparer dafür tun müssen.

So bekommen Sie die Steuerersparnis mit einer Riester-Rente

Geben Sie dem Anbieter Ihrer Riester-Police die Erlaubnis, dass dieser die Höhe der Beiträge an die Finanzverwaltung elektronisch weiterleiten darf. Wurde eine Einwilligung bereits in den Vorjahren erteilt, so gilt diese weiterhin.


So bekommen Sie die Steuerersparnis mit einer Riester-Rente

  1. Nutzen Sie in der Steuererklärung die Anlage „AV” (=Altersvorsorgebeiträge).
  2. Tragen Sie dort die in die Riester-Rente eingezahlten Beiträge ein.
  3. Die Höhe der steuerlichen Ersparnis über den Sonderausgabenabzug hängt unter anderem vom Einkommen, vom Familienstand und von der Anzahl der Kinder ab. Maximal können pro Jahr 2.100 Euro abzüglich der Zulagen steuerlich abgesetzt werden.



Basisrente als Sonderausgaben abziehen

Die Basisrente fördert der Staat ausschließlich über hohe steuerliche Abzugsmöglichkeiten der geleisteten Beiträge. Direkte Zulagen wie bei der Riester-Rente gibt es hier nicht. Die Beiträge für die Basisrente können im Rahmen der Altersvorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben vom zu versteuernden Einkommen abgezogen werden. „Als Faustformel gilt: Je höher der persönliche Steuersatz, desto stärker macht sich der Sonderausgabenabzug bemerkbar“, weiß Versicherungsexperte Mathias Zunk.


So bekommen Sie die Steuerersparnis mit einer Basis-Rente

Tragen Sie in der Steuererklärung die eingezahlten Beiträge in der Anlage „Vorsorgeaufwand” unter Punkt 7 ein („Beiträge zu zertifizierten Basisrentenverträgen”).



Wie viel Sie steuerlich geltend machen können

Für 2016 können bei Ledigen maximal 82 Prozent von 22.767 Euro (18.669 Euro) beziehungsweise von 45.534 Euro bei Ehepaaren (37.338 Euro) als Beitrag für eine Basisrente von der Steuer abgesetzt werden. Dieser Wert errechnet sich aus dem geltenden Beitragssatz von 24,8 Prozent (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil) sowie der Beitragsbemessungsgrenze von 91.800 Euro in der knappschaftlichen Rentenversicherung in Westdeutschland.


Unter den Höchstbetrag für den Sonderausgabenabzug fallen allerdings auch die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung. Ein Beispiel: Ein lediger Arbeitnehmer mit einem Jahresbruttoeinkommen von 50.000 Euro zahlt 9.350 Euro in 2016 in die gesetzliche Rentenversicherung ein (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil). Diese 9.350 Euro müssen vom Höchstbetrag für den Sonderausgabenabzug abgezogen werden, so dass noch weitere 13.417 Euro als Sonderausgaben geltend gemacht werden könnten. Würde der Arbeitnehmer 13.417 Euro in einen Basisrentenvertrag einzahlen, sänke das zu versteuernde Einkommen um 11.002 Euro (82 Prozent der Sonderausgaben).