16.08.2017
Auto & Reise

Air Ber­lin-Insol­venz: Wie kann ich mich gegen Air­line-Plei­ten ver­si­chern?

Dank eines Übergangskredits der Bundesregierung starten und landen die Flieger der insolventen Air Berlin bis auf weiteres wie gewohnt, alle Tickets bleiben gültig. Ohne den Kredit hätte die Airline den Flugbetrieb einstellen müssen. Viele Reisende wären dann in der Ferne gestrandet – oder hätten erst gar nicht in den Urlaub starten können. Für die Entschädigung ist in einem solchen Fall entscheidend, ob man Pauschal- oder Individualreisender ist.

Wie werden Pauschalurlauber entschädigt?

Bei Pauschalreisen sind die Flüge Teil eines Gesamtpakets – der gesamte Urlaub wird von einem Reiseveranstalter organisiert. Die Urlauber haben also einen Vertrag mit dem Reiseveranstalter, nicht mit der Fluggesellschaft. Ist die Airline pleite, muss sich der Veranstalter darum kümmern, dass die Reise trotzdem stattfinden kann – oder andernfalls seine Kunden entschädigen.


Der Sicherungsschein, den alle Pauschalreisenden nach der Buchung ihrer Reise erhalten, kommt in diesem Fall nicht zum Tragen: Er schützt die Urlauber vor der Pleite des Reiseveranstalters, nicht vor der Insolvenz der Fluggesellschaft oder des Hotels vor Ort.


Wie können sich Individualreisende vor Airline-Pleiten schützen?

Wer bei einer Airline nur einen Flug bucht und Hotelzimmer, Ferienhäuser oder Mietwagen selbst organisiert, bekommt hingegen keinen Sicherungsschein. Damit sich solche Reisende dennoch vor der Insolvenz einer Fluggesellschaft schützen können, bieten Reiseversicherer individuelle Zusatzversicherungen an.


Je nach Vertrag ersetzen solche Policen im Fall der Fälle nicht nur die Kosten des ausgefallenen Fluges, sondern auch Zusatzkosten für die Buchung neuer Flüge oder notwendige Kosten für einen längeren Aufenthalt am Urlaubsort.