23.02.2018
Auto & Reise

Diese Fahr­zeuge brau­chen jetzt ein neues Kenn­zei­chen

Welche Zweiradfahrer nun ihr Nummernschild wechseln müssen und warum Tuning keine gute Idee ist - unser Mofa- und Moped-FAQ.

Welche Fahrzeuge brauchen jetzt ein neues Kennzeichen?

Die schwarzen Versicherungskennzeichen werden ab dem 1. März ungültig. Folgende Fahrzeuge dürfen dann nur noch mit blauem Kennzeichen unterwegs sein: 


  • Kleinkrafträder, wie Mofas und Mopeds, die nicht mehr als 50 cm³ Hubraum haben und nicht schneller als 45 km/h fahren;
  • Elektrofahrräder mit Tretunterstützung bei Geschwindigkeiten über 25 km/h oder tretunabhängiger Motorunterstützung über 6 bis max. 45 km/h;
  • Segways und ähnliche Mobilitätshilfen mit elektrischem Antrieb und einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 20 km/h;
  • Quads und Trikes mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von max. 45 km/h und einem Hubraum von max. 50 cm³;
  • E-Roller, mit Betriebserlaubnis und max. 45 km/h Höchstgeschwindigkeit;
  • Motorisierte Krankenfahrstühle;
  • Mofas und Mopeds aus DDR-Produktion mit einer Höchstgeschwindigkeit bis 60 km/h, die bereits vor dem 01.03.1992 versichert waren.


Wo bekomme ich das neue Versicherungskennzeichen?

Das aktuelle Versicherungskennzeichen bekommen Zweiradfahrer entweder direkt bei den Kraftfahrtversicherern oder bei Versicherungsvermittlern.


Warum ist ein aktuelles Versicherungskennzeichen so wichtig?

Wer mit abgelaufenem Versicherungskennzeichen unterwegs ist und einen Unfall verursacht, muss den kompletten Schaden aus eigener Tasche bezahlen - inklusive möglicher Schadenersatzforderungen des Unfallgegners. Versicherungsschutz besteht nur mit einem gültigen Kennzeichen, das immer von 1. März bis Ende Februar des nächsten Jahres gültig ist. 



Wie muss ich mein Mofa/Moped/Roller versichern?

Hier gilt: Haftpflicht ist ein Muss, Teilkasko ist sinnvoll. Die Haftpflichtversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben, sie übernimmt alle Schäden, die mit dem Zweirad anderen zugefügt werden.


Wer sehr an seinem Gefährt hängt, sollte eine Teilkaskoversicherung in Betracht ziehen. Sie leistet unter anderem bei Wildschäden, Feuer, Überschwemmung oder Diebstahl. Gerade letzteres kommt leider häufiger vor als gedacht: Statistisch gesehen werden von 1.000 Kleinkrafträdern zehn geklaut. Zum Vergleich: Bei Autos sind es lediglich 0,5.


Für Zweiräder mit mehr als 50 cm³ Hubraum reicht das Versicherungskennzeichen nicht aus. Sie benötigen ein amtliches Kennzeichen und eine Motorradversicherung. Zudem müssen die Halter Kfz-Steuern bezahlen und regelmäßig zum TÜV. 


Warum sollte ich mein Zweirad nicht tunen?

Wer sein Mofa, Moped oder Roller frisiert, dem drohen unangenehme Konsequenzen. Neben Punkten in Flensburg, Bußgeldern und - je nach Konstellation - Geldstrafen für das Fahren ohne Führerschein kann es nach einem Unfall teuer werden. Die Kfz-Haftpflicht wird zwar die Schäden des Gegners zunächst übernehmen. Dafür wird sie jedoch den Mofa-Tuner mit bis zu 5.000 Euro in Regress nehmen.