18.06.2015
Auto & Reise

Die­ser Ver­si­che­rungs­schutz ist für Wohn­mo­bil-Urlau­ber wich­tig

Die Deutschen fahren immer häufiger mit dem Wohnmobil in den Urlaub: Im vergangenen Jahr wurden 25.750 Reisemobile neu angemeldet – so viele wie noch nie. Die Ausstattung von Reisemobilen reicht von solider Grundausstattung bis hin zur Luxusvariante. Umso wichtiger ist der richtige Versicherungsschutz. Ein Überblick, damit der mobile Sommerurlaub nicht zum finanziellen Fiasko wird.

Nach Angaben des Caravaning Industrie Verbands rollen hierzulande inzwischen 440.000 Reisemobile über den Asphalt. Bei teureren Modellen geht die Ausstattung weit über das Funktionale im Wohn,- Schlaf,- und Essbereich hinaus: Hochwertige Materialien, komfortable Betten, Flachbildfernseher, Hi-Fi-Soundsystem, WLAN-Hotspot und vieles mehr sind möglich. Ein solches Luxusgefährt sollte dann auch gut versichert sein, bei einem Unfall oder Diebstahl, aber auch gegen Unwetterschäden wie Blitz- und Hagelschlag, Überschwemmung und Feuer. Umfassenden Schutz für das rollende Vermögen bieten


  • Kfz-Haftpflichtversicherung
  • Kaskoversicherung und die
  • Campingpolice.


Kfz-Haftpflicht muss, Kasko sollte sein 

Für Halter von Wohnmobilen ist der Abschluss einer Kfz-Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Damit sind durch das Reisemobil beziehungsweise dessen Fahrer verursachte Personen-, Sach- und Vermögensschäden umfassend versichert.


Eine zusätzliche Kaskoversicherung deckt Schäden am eigenen Fahrzeug ab. Die Teilkasko leistet, wenn das Wohnmobil infolge von Feuer, Diebstahl oder Naturgewalten zu Schaden kommt. Auch Zusammenstöße mit Haarwild und Glasbruch sind im Versicherungsschutz inbegriffen. Die Vollkasko erweitert den Versicherungsschutz der Teilkasko und leistet Schadenersatz bei selbst verursachten Unfällen sowie bei Vandalismus.


Wer Luxus hat, sollte Luxus versichern

Auch Mieter von Wohnmobilen sollten einen Kaskoschutz mit dem Vermieter vereinbaren. Faustregel: Wer Luxus hat, sollte Luxus versichern. Denn bei einem Kaskoschutz ist die Summe der Entschädigung nach oben begrenzt. Der Versicherungsschutz sollte stets dem Wert des Wohnmobils entsprechen und angemessen hoch ausfallen.


Für Dauercamper ist eine Campingpolice empfehlenswert. Denn diese schützt das Inventar, ein Vorzelt und Gegenstände des persönlichen Bedarfs. Unter anderem erstreckt sich der Versicherungsschutz auch auf Schäden die dem Halter durch Diebstahl entstehen.


Schnelle Hilfe bei Unfällen im Ausland

Eine zügige Schadenregulierung bei Unfällen ist im Urlaub besonders wichtig. Ein Kfz-Schutzbrief bietet hier umfassende Leistungen wie die Pannenhilfe, den Abschleppdienst und im schlimmsten Fall auch den Krankenrücktransport.


Für Reisen innerhalb der EU ist es zudem ratsam, eine Auslandsdeckung mit dem eigenen Versicherer zu vereinbaren, da dieser den Schaden dann so reguliert, als hätte auch der ausländische Unfallverursacher bei ihm eine Kfz-Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Damit ist auch bei einem Auslandsunfall schnelle Hilfe sicher.


Fahrerschutzversicherung leistet bei selbstverschuldeten Unfällen

Auch wenn man im Urlaub nicht gern an so etwas denkt: Wird der Fahrer bei einem selbstverschuldeten Unfall verletzt oder gar getötet, hat er keine Ansprüche gegen die eigene Kfz-Haftpflichtversicherung. Die Leistungen einer Fahrerschutzversicherung schließen diese Lücke und schützen den Fahrer eines Reisemobiles so vor den meisten finanziellen Unfallfolgen, als hätte ein Dritter den Unfall verursacht.