08.06.2018
Auto & Reise

Fuß­ball-WM: 11 Tipps für den Roadt­rip nach Russ­land

Am 17. Juni um 17 Uhr wird das erste Spiel der deutschen Elf gegen Mexiko im Moskauer Olympiastadion angepfiffen. Wer die Strecke mit dem eigenen PKW zurücklegen möchte, erhält hier die wichtigsten Tipps - damit der Roadtrip zum Sommermärchen wird.

1.    Die Tour vorab planen: Einfach drauf los fahren werden wohl die wenigsten. Der ADAC bietet eine TourSet App an. Hier können nützliche Informationen für die Route gezogen werden. Wer nicht in einem Stück durchfahren will: Echte Bewertungen zu guten Unterkünften findet man zum Beispiel über die App tripadvisor.de.


2.    Europäischen Unfallbericht einstecken: Um die Aufnahme eines Unfallschadens zu erleichtern, gibt der Europäische Versicherungsverband einen Unfallbericht heraus. Der ist für den ganzen Kontinent einheitlich gestaltet und auch in Deutsch, Polnisch und Russisch verfügbar. Für jedes Durchreiseland sollte eine entsprechende Variante mitgeführt werden.  Kommt es zum Unfall, werden die Angaben zum  Schaden darin dokumentiert.    


3.    Grüne Karte dabei haben: Die Karte dient im Ausland als Nachweis für den Kfz-Haftpflichtschutz. Sie sollte auf dem gesamten Trip an Bord sein. Am besten vergewissert man sich vor dem Losfahren noch einmal, ob in den Ländern der Reiseroute und in Russland wirklich Versicherungsschutz besteht. Die Grüne Karte in Papierform stellen die Versicherer aus.



4.    Auslandsschadensschutz abschließen: Wer unverschuldet in einen Unfall im Ausland verwickelt wird, kann finanziell schlechter gestellt sein, als wenn der Unfall in Deutschland passiert wäre. Hier kommt der Auslandsschadenschutz ins Spiel: Der Zusatzbaustein zur Kfz-Haftpflichtversicherung gleicht diese Deckungslücke aus. Das Unfallopfer wird dadurch so entschädigt, als wäre der Unfallgegner in Deutschland haftpflichtversichert gewesen. Betroffene bekommen den Personen- und den Sachschaden ersetzt. Gut zu wissen: Nehmen Autofahrer den Auslandsschadenschutz in Anspruch, wird der Schadenfreiheitsrabatt nicht angetastet.


5.    Auslandskrankenversicherung abschließen: Für Deutsche besteht bei Reisen nach Russland grundsätzlich Krankenversicherungspflicht. Reisende sollten sich bei ihrem Versicherer informieren, ob ein entsprechender Schutz besteht. 


6.    Unbedingt in Polen einkehren: Über Essen lässt sich bekanntlich streiten, aber die polnische Küche bietet zu viele Köstlichkeiten, als das man nicht am Rande der „Autobahn der Freiheit“ - die heißt wirklich so – Halt machen sollte. Es lohnt sich also, auf den 717 Kilometern durch das Nachbarland mindestens einmal rechts ran zu fahren, um sich an Bigos und Pierogi zu laben. Und wer Zeit hat, rastet gleich über Nacht. Dann kann man am nächsten Morgen polnisch frühstücken. Hmm. 


7.    Geld für die Maut bereithalten: In Osteuropa muss auf einigen Strecken Maut gezahlt werden. Im Nachbarland Polen werden auf der A1 und Teilstrecken der A2 und A4 Gebühren erhoben. Die sind mit Kreditkarte oder in bar zu zahlen. Das Rückgeld wird in polnischen Zloty ausgegeben. Einmal in Weißrussland angekommen, muss auch hier fahrzeugübergreifend gezahlt werden. Ausgenommen sind Motorräder. Wer einen Schlenker über die baltischen Länder macht, zahlt nur Gebühren für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen Gewicht.  Speziell in Litauen wird für alle Fahrzeuge bei der Einfahrt in die Kurische Nehrung eine Straßenbenutzungsgebühr als Umweltschutzabgabe erhoben. Mit dem Routenplaner auf ADAC Maps kann man die genauen Mautkosten für die Reise berechnen.


8.    Geschwindigkeitsbegrenzungen beachten: In den Durchreiseländern gelten unterschiedliche Geschwindigkeitsbegrenzungen. In Polen dürfen beispielsweise maximal 140 Stundenkilometer gefahren werden. Auf der weißrussischen Autobahn darf der Tacho maximal 120 Kilometer pro Stunde anzeigen. Bei Verstößen drohen saftige Bußgelder. Das gilt auch bei Alkohol am Steuer. Achtung: Um so näher man Russland kommt, um so eher wird auf den Verkehrsschildern kyrillische Schrift verwendet.   


9.    Reisepass und Fan-ID nicht vergessen: Für die Weiterreise von Polen nach Belarus und die Einreise in die Russische Föderation ist ein deutscher Personalausweis nicht ausreichend. Deshalb gehört der Pass zwingend ins Gepäck. Mit Hilfe der per E-Mail zugeteilten Fan-ID in Kombination mit dem Reisepass können sich Besucher vom 14. Juni bis 15. Juli 2018 ausnahmsweise visumfrei in der Russischen Föderation aufhalten. 


10.    Beim Migrationsdienst registrieren:  Wer in Russland privat übernachtet, muss vom Gastgeber innerhalb von 72 Stunden nach Einreise registriert werden.


11.    Vuvuzela zu Haus lassen: Für die Zeit der Fußball-Weltmeisterschaft wurden von den russischen Behörden besondere Vorschriften erlassen. Unter anderem ist es verboten, die Vuvuzela zu benutzen. Weitere Informationen finden sich auf den Internetseiten von FIFA, Auswärtigem AmtDFB und auf dem offiziellen Informationsportal „Welcome2018“.