13.07.2017
Auto & Reise

Schwe­res Bus­un­glück auf der A9 - Wie die Opfer ent­schä­digt wer­den

18 Menschen sind bei dem schweren Busunglück auf der A9 ums Leben gekommen, mindestens 30 wurden teils schwer verletzt. Mit welchen Versicherungsleistungen die Opfer und ihre Hinterbliebenen rechnen können - ein erster Überblick.

Schwere Busunglücke kommen zum Glück relativ selten vor. Wenn jedoch etwas passiert, können die Folgen dramatisch sein. Das zeigt das Busunglück auf der A9 in Oberfranken, bei dem der Reisebus sehr schnell Feuer gefangen hat - mit katastrophalen Folgen für die Passagiere. 


Nach diesem Inferno entschädigt die Kfz-Haftpflichtversicherung des Busunternehmens die Insassen. Sie leistet den Unfallopfern und weiteren Anspruchsberechtigten Schadenersatz. Dazu zählt etwa:


  • Heilbehandlungskosten
  • Ersatz für Verdienstausfall oder lebenslange Renten
  • Aufwendungen für die Haushaltsführung
  • Schmerzensgeld
  • im Todesfall: Unterhalt für Hinterbliebene des Opfers und Beerdigungskosten



Zusätzliche Leistungen mit individueller Absicherung möglich

Je nach persönlicher Absicherung können die Opfer und ihre Hinterbliebenen zusätzlich Anspruch auf weitere Versicherungsleistungen haben. Diese Policen leisten unabhängig von der Kfz-Haftpflichtversicherung des Busunternehmens, die Leistungen werden nicht miteinander verrechnet. 


- Die private Unfallversicherung

Für Unfälle in der Freizeit mit bleibenden Folgen erbringt eine private Unfallversicherung unter anderem folgende Leistungen:


  • Invaliditätsleistung
  • Unfallrente
  • Todesfallleistung
  • Tagegeld, Krankenhaustagegeld
  • kosmetische Operationen
  • im Todesfall: vertraglich vereinbarte Zahlungen


- Risikolebensversicherung / Lebensversicherung

Mit einer Risikolebensversicherung können die Hinterbliebenen finanziell abgesichert werden. Wenn der Versicherte stirbt, erhalten die Hinterbliebenen einen festgelegten Geldbetrag, die Todesfallsumme. Gleiches gilt für eine Lebensversicherung mit Hinterbliebenenschutz.