02.06.2015
Auto & Reise

Sicher mit dem Cabrio durch den Som­mer

Egal ob extravaganter Zweitwagen für den Sommer oder alltagstaugliches Ganzjahresmodell: Spätestens wenn jetzt die Temperaturen steigen, ist die große Zeit der Cabrios angebrochen. Damit der Fahrspaß den Sommer hindurch erhalten bleibt, sollten Cabriobesitzer ihr Gefährt richtig versichern. Die wichtigsten fünf Punkte zum Versicherungsschutz von Cabrios in der Übersicht.

1. Welche Versicherung braucht man zwingend für ein Cabrio?

Ob Cabrio oder nicht, alle in Deutschland zugelassenen Kraftfahrzeuge benötigen eine Kfz-Haftpflichtversicherung, denn diese ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Kfz-Haftpflichtversicherung kommt bei einem selbstverursachten Unfall für die Schäden der Unfallbeteiligten auf. Sie deckt sowohl die entstandenen Sachschäden, als auch Personen- und Vermögensschäden.


2. Welche Versicherung ist darüber hinaus empfehlenswert?

Sinnvoll ist der Abschluss einer Teilkaskoversicherung oder einer Vollkaskoversicherung. Die Teilkasko ersetzt beispielsweise den Schaden, wenn das Cabrio gestohlen oder angezündet wird. Aber auch Schäden durch Einbruchdiebstahl sind gedeckt.


Wichtig dabei: Versichert ist nur, was fest im oder am Cabrio angebaut ist. Auch Zubehör, das ausschließlich dem Gebrauch des Fahrzeuges dient, ist versichert. Das mobile Navi oder ein Handy werden nicht ersetzt – der Kindersitz hingegen schon. Was genau und bis zu welchem Wert versichert ist, steht im jeweiligen Versicherungsvertrag. Im Schadenfall wird der vereinbarte Selbstbehalt fällig. Eine Umstufung in eine andere Schadenfreiheitsklasse erfolgt in der Teilkasko nicht.


3. Welche Schäden übernimmt die Vollkaskoversicherung?

Die Vollkaskoversicherung übernimmt darüber hinaus Schäden durch mut- oder böswillige Beschädigung, zum Beispiel wenn der Lack zerkratzt („Neidgravur“) wird. Sie kommt zudem für den Schaden am eigenen Fahrzeug auf, wenn man selbst einen Unfall verursacht hat. Tritt die Vollkaskoversicherung für einen Schaden ein, wird der vereinbarte Selbstbehalt fällig und man wird im Schadenfreiheitsrabatt umgestuft. Je nach Höhe des Schadens kann es günstiger sein, diesen aus eigener Tasche zu bezahlen. Ob sich das lohnt, kann man sich von seiner Versicherung ausrechnen lassen.


4. Worauf müssen Cabriofahrer besonders achten?

Wer mit dem Cabrio unterwegs ist, sollte immer das Verdeck schließen, wenn das Cabrio unbeaufsichtigt abgestellt wird. Anderenfalls riskiert man einen Abzug bei der Entschädigungsleistung, wenn zum Beispiel das Radio oder gar das ganze Cabrio gestohlen werden.


5. Viele Cabrios haben ein Stoffdach: Was ist, wenn das jemand aufschlitzt?

Wird das Dach aufgeschlitzt und ein versicherter Gegenstand aus dem Cabrio gestohlen, handelt es sich um einen Einbruchdiebstahl. Die Schäden übernimmt die Teilkaskoversicherung. Wird das Dach jedoch mutwillig aufgeschlitzt, um es einfach kaputt zu machen, spricht man von einem Vandalismusschaden. Dieser ist über die Vollkaskoversicherung abgedeckt.


Übrigens: Saisonkennzeichen für Cabrios lohnen sich häufig

Cabriobesitzer, die ihren Wagen nicht das ganze Jahr über brauchen, fahren mit einem Saisonkennzeichen günstiger. Denn sie sparen sich nicht nur das Ab- und Anmelden bei der Zulassungsstelle, sondern auch Steuern und Kfz-Versicherungsbeiträge. Grund: Beides berechnet sich nach der Anzahl der zugelassenen Monate. Diese Vorteile haben bereits viele Autofahrer erkannt. Deshalb wächst die Zahl der Autos kontinuierlich, die mit Saisonkennzeichen unterwegs sind.