02.05.2018
Beruf & Freizeit

5 Tricks, die Boots­diebe ver­zwei­feln las­sen

Ihr Haus, Ihr Auto, Ihr Boot – und Sie wollen alles behalten? Dann schützen Sie Ihr Hab und Gut vor dem Zugriff Krimineller. Mit diesen Tipps sollte Ihr Boot auch vor dem nächsten Törn noch im Hafen liegen:

1. Erschweren Sie Dieben die Arbeit

Machen Sie es Kriminellen so schwer und unattraktiv wie möglich, an Bord und unter Deck zu kommen. Sichern Sie das Boot mit Kette und Schloss, verschließen Sie Kajüte, Fenster und Backskisten mit widerstandsfähigen Beschlägen und Schlössern, sperren Sie wenn möglich Steuerrad oder Pinne. Noch mehr Schutz bieten Alarmanlagen, die Diebe mit Licht oder Geräuschen vergraulen.


Lässt die Art und Weise, wie das Boot gebaut ist, das Anbringen von widerstandsfähigen Beschlägen nicht zu, ist es sinnvoll Backskisten und den Kajütbereich von allen Wertgegenständen zu befreien. Wobei Rettungswesten und Ersatztauwerk genauso wertvoll erscheinen können wie Funkgeräte und Kochgelegenheiten.


2. Sichern Sie den Motor

Für Außenborder gibt es verschiedene Spezialschlösser, die den Motor fest mit dem Boot verbinden. Bei Z-Antrieben helfen Diebstahlsicherungsmuttern. Ebenso empfiehlt es sich, die Motoren von der Wasserschutzpolizei codieren zu lassen – das macht sie für Diebe uninteressanter. Leichte Außenborder auf kleinen Sportbooten sollten bei längerer Abwesenheit besser abgenommen und zuhause aufbewahrt werden. Kriminelle zersägen sonst einfach den Spiegel, nehmen den Motor mit und hinterlassen ein zerstörtes Boot.


3. Lassen Sie keine Wertgegenstände an Bord

Alles, was wertvoll ist und sich leicht demontieren lässt, sollte nicht an Bord gelassen  werden. Wer Gardinen an den Fenstern hat, sollte diese lieber offen lassen: So können die Diebe schon von außen sehen, dass innen nichts zu holen ist.


4. Tracken Sie Ihr Boot

Wenn Diebe das Boot trotz all Ihrer Vorsichtsmaßnahmen stehlen, kann ein unauffällig positionierter GPS-Peilsender der Polizei viel Arbeit abnehmen.


5. Machen Sie Ihr Boot identifizierbar

Anders als für Autos gibt es für Boote keinen Fahrzeugschein. Sie müssen sich daher selbst darum kümmern, Ihr Boot nach einem Diebstahl möglichst genau beschreiben zu können – das hilft sowohl der Polizei als auch der Versicherung. Neben Fotografien des Bootes aus verschiedenen Perspektiven hilft der Bootspass weiter: Hier können Sie unter anderem den Hersteller und Kennzeichnungen von Boot und Motor, die Ausstattung mit nautischen und technischen Geräten und anderem Zubehör notieren. Halten Sie den Bootspass stets aktuell – und bewahren Sie ihn bitte nicht an Bord auf!


Der Bootspass wird von der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes und dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft gemeinsam herausgegeben. Er kann hier heruntergeladen werden; eine gedruckte Version kann per Mail (info@gdv.de) oder direkt beim Versicherer bestellt werden.  Tipps und Hinweise zum Ausfüllen des Bootspasses finden Sie hier.