25.01.2017
Beruf & Freizeit

Die 3 wich­tigs­ten Ver­si­che­run­gen für Win­ter­sport­ler

Jeder fünfte versicherte Sportunfall passiert beim Ski- oder Snowboardfahren. Wenn auf der Piste etwas schief geht, sollten Wintersportler diese 3 Versicherungen mindestens im Gepäck haben.

1. Die Unfallversicherung: Risiko Freizeit

Über 40.000 Skifahrer verletzen sich pro Jahr. Schulter, Kopf und Rumpf sind bei den Stürzen und Kollisionen am häufigsten betroffen. Bleiben nach einen Skiunfall körperliche Schäden, leistet eine private Unfallversicherung. Sie bietet rund um die Uhr weltweiten Schutz und sichert dauerhafte Unfallfolgen finanziell ab. Für Skifahrer eignen sich besonders Policen, die auch für etwaige Rettungs- und Bergungskosten aufkommen. Zusätzlich vereinbarte Assistance- und Reha-Leistungen helfen dem Verletzten dabei, nach einem Unfall den Alltag zu bewältigen und schnell wieder auf die Beine zu kommen.


Wichtig zu wissen für junge Erwachsene: Für sie besteht über die gesetzliche Rentenversicherung häufig noch kein oder nur ein geringer Versicherungsschutz. Auch die gesetzliche Unfallversicherung hilft hier nicht weiter: Sie zahlt nicht bei Unfällen in der Freizeit.




2. Die Haftpflichtversicherung: Wer anderen Schaden zufügt

Wie im Alltag gilt auch auf der Piste: Wer einem anderen Schaden zufügt, haftet dafür in unbegrenzter Höhe und mit seinem gesamten Vermögen. Ohne den passenden Versicherungsschutz kann schnell ein Schuldenberg entstehen, den der Einzelne sein Leben lang nicht mehr abtragen kann. Obwohl die Haftpflichtversicherung also ein Muss ist, verzichtet in Deutschland nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes etwa jeder sechste Haushalt auf diese wichtige Police. Das kann auch für den Geschädigten ein Risiko darstellen: Ist der Unfallverursacher nicht versichert und verfügt über keine sonstigen finanziellen Mittel, kann der Geschädigte seine Ansprüche nicht durchsetzen und bleibt auf seinem Schaden sitzen. Vor diesem Risiko schützt eine Forderungsausfall-Deckung, die einige Versicherer als Bestandteil einer Privat-Haftpflichtversicherung anbieten. Sie übernimmt den Schaden im Fall eines zahlungsunfähigen Verursachers.


3. Die Auslandsreise-Krankenversicherung: Behandlungskosten

Winterurlauber, die in Österreich, der Schweiz oder Frankreich unterwegs sind, sollten unbedingt eine Auslandsreise-Krankenversicherung abgeschlossen haben, um im Notfall die Behandlungskosten nicht selbst bezahlen zu müssen. Sie übernimmt darüber hinaus auch einen medizinisch notwendigen Rücktransport nach Deutschland. Skifahrer sollten hier nicht allein auf die gesetzliche Krankenkasse setzen.


Unser Tipp: Das Wintersport-Paket

Unfall- und Haftpflichtversicherung können auch Teile einer Wintersportversicherung sein. Diese Versicherungspakete umfassen je nach Anbieter zusätzlich noch eine Auslands-Krankenversicherung, eine Rechtsschutz-Versicherung oder eine Wintersportgeräteversicherung. Letztere leistet, wenn Skier oder das Snowboard brechen, gestohlen oder beschädigt werden.