30.11.2018
Beruf & Freizeit

Das sind die wich­tigs­ten Ver­si­che­rung für Exis­tenz­grün­der

Sowohl das Unternehmen als auch Existenzgründer selbst sollten gut versichert sein. Wir stellen die wichtigsten Policen für Gründer und Selbstständige vor.

Welche Policen für Gründer erforderlich sind, hängt vom individuellen Sicherheitsbedürfnis, den Einkommensverhältnissen und von der Art des Unternehmens ab. Der Selbstständige, der teure Produktionsmaschinen anschafft, braucht anderen Schutz als ein Jungunternehmer, der ein Start Up gründet.


1. Persönliche Risiken: Wie sich Existenzgründer ideal versichern

Unerlässlich ist ein angemessener Schutz vor Krankheit, Berufsunfähigkeit, Unfall und Altersarmut.


Die Krankenversicherung: Ohne geht es nicht

Eine Krankenversicherung ist für Unternehmer mittlerweile Pflicht: Für Selbstständige bedeutet Krankheit nicht nur Kosten für die Genesung, sondern auch Verdienstausfall. Hier leistet eine private Krankentagegeldversicherung. Sie kann auch für gesetzlich krankenversicherte Selbständige Sinn machen, da das Krankengeld von der gesetzlichen Versicherung erst ab der siebten Krankheitswoche gezahlt wird. In einer privaten Krankenversicherung ist in der Regel eine Krankentagegeldversicherung bereits enthalten. Infos zum privaten Versicherungsschutz beantwortet hier der PKV-Verband. Dort erhält man auch Infos zur privaten Pflegeversicherung.


Die Berufsunfähigkeitsversicherung: Existenzieller Schutz

Eine schwere Krankheit oder ein Unfall kann dazu führen, dass man gar nicht mehr oder nur wenige Stunden am Tag arbeiten kann. Kaum ein anderes Produkt ist deshalb so wichtig für die persönliche Risikoabsicherung wie die Berufsunfähigkeitsversicherung - das gilt sowohl für Arbeitnehmer als auch Selbstständige. Sie bewahrt Gründer davor, in existenzielle Not zu geraten. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung garantiert eine monatliche Rente – längstens bis zum Eintritt in den Ruhestand. 


Lieber zu früh als zu spät: Die Altersvorsorge

Die eigene Altersvorsorge sollte jeder Existenzgründer möglichst frühzeitig angehen, um nicht im Alter seinen Lebensstandard stark zurückschrauben zu müssen. Renten- und Lebensversicherungen bieten garantierte Leistungen im Alter, zum Beispiel in Form einer monatlichen Rente oder einer einmaligen Kapitalauszahlung. Die Produktangebote sind vielfältig und lassen sich auf individuelle Bedürfnisse zurechtschneiden. Mit der Basisrente („Rüruprente“) existiert ein steuerlich gefördertes Vorsorgeprodukt. Basisrenten wurden gezielt für Selbstständige und Freiberufler entwickelt, die nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Der Staat fördert die Basisrente über eine hohe steuerliche Abzugsmöglichkeit der Beiträge.


Wie es um ihre Altersvorsorge bestellt ist, können Existenzgründer mit unseren Rentenrechner schnell ermitteln.




2. Betriebliche Risiken: Diese Versicherungen schützen das Unternehmen


Die Betriebshaftpflichtversicherung: Wer anderen einen Schaden zufügt 

Kleine Unachtsamkeiten können im Nu große Schäden anrichten. Vor den Folgen schützen Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung. Für einige Berufe ist sie sogar gesetzlich vorgeschrieben, beispielsweise für Heilpraktiker, Rechtsanwälte, Architekten oder Unternehmensberater. Für Existenzgründer im produzierenden Gewerbe sollte darüber hinaus auch über den Abschluss einer Produkthaftpflichtversicherung nachgedacht werden. Denn Hersteller haften für Produktmängel, auch wenn sie jene nicht selbst verschulden.


Cyberversicherung: Die Feuerversicherung des 21. Jahrhunderts

Die Unternehmenssicherheit mit ihren klassischen Handlungsfeldern Brandschutz, Security (Schutz gegen Einbruch, Diebstahl, Sabotage) und Naturgefahren (zum Beispiel Überschwemmung oder Starkregen) muss im 21. Jahrhundert um den Aspekt der Informations- und Cybersicherheit ergänzt werden. Hacker-Angriffe oder Spam-Attacken und daraus resultierende Schäden werden zunehmend zum Problem für Unternehmen. Entsprechende Cyberversicherungen sind daher vor allem für rein digital wirtschaftende Start-Ups extrem wichtig.


Für den Streitfall: Die Rechtsschutzversicherung

Probleme mit Mitarbeitern, Partnern oder Kunden können sich zu einem kostspieligen Streit vor Gericht auswachsen. Dafür kann eine Rechtsschutzversicherung aufkommen. Schutz für den privaten und beruflichen Bereich gibt es oft als Kombipaket, das speziell auf die Bedürfnisse von Selbstständigen und Gründern zugeschnitten ist.


Weitere Versicherungen für Unternehmen:

Rückrufe von Produkten sind in der Produkthaftpflicht allerdings in der Regel nicht inbegriffen. Für solche Fälle bietet sich eine Rückrufkostenversicherung an. Sinn machen kann je nach Art des Betriebs auch eine Umwelthaftpflichtversicherung. Sie erfüllt Schadensersatzansprüche, wenn durch den Betrieb Boden, Wasser und Luft verunreinigt werden.


Produktionsfehler oder Betriebsunterbrechung – für fast jeden Schadensfall im Unternehmen lässt sich vorsorgen. Je nach Risikoeinschätzung können Geschäfts-Inhaltsversicherungen und Geschäfts-Gebäude-versicherungen gegen Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm etc. abgeschlossen werden. Zudem bieten Einbruchdiebstahl-, Glas-, Forderungsausfall-, Firmenfahrzeug-, Warentransportversicherungen usw. weiteren Schutz vor den jeweiligen Risiken.