07.08.2018
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Kann ich meine Hoch­zeit ver­si­chern?

Missgeschicke mit der Hochzeitstorte lassen sich leider nicht versichern. Für viele andere Schreckensmomente gibt es die Hochzeitsversicherung.

Wozu eine Hochzeitsversicherung?

Die Hochzeit muss unerwartet abgesagt oder verschoben werden? Mit einer Hochzeitsversicherung können Heiratswillige die finanziellen Folgen abfedern. „Doch nicht nur den schönsten Tag des Lebens, sondern auch andere größere – privat organisierte – Familienfeste können in der Regel abgesichert werden,“ weiß Versicherungsexperte Mathias Zunk und nennt als Beispiel eine Kommunion, einen runden Geburtstag oder eine Taufe.


In welchen Fällen leistet der Versicherer?

Erstattet wird, wenn das Brautpaar oder einer der Angehörigen unerwartet schwer erkrankt, einen schweren Unfall erleidet oder gar stirbt. „Ist die Feier wegen Komplikationen bei der Schwangerschaft der Braut nicht durchführbar, kommen Versicherer ebenfalls für entstehende Kosten auf“, sagt Zunk. Ein erheblicher Schaden am Eigentum des Brautpaars oder eine unerwartete betriebsbedingte Kündigung des Arbeitsplatzes durch den Arbeitgeber, können ebenfalls Gründe sein. Je nach Versicherer sind auch andere Leistungen mit eingeschlossen. Es lohnt sich, einmal nachzufragen.



Wofür kommt die Versicherung im Zweifel auf?

Erstattet werden Stornokosten für die Bausteine, die für die Hochzeitsfeier gebucht wurden. Dazu zählen beispielsweise die Saalmiete, Caterer, Mindestverzehr oder Fotografen. Je nach Versicherer sind noch andere Leistungen mit eingeschlossen. Ein Grund aber fällt definitiv aus. Mathias Zunk erklärt: „Ganz klar, die Gefühle. Kneifen Braut oder Bräutigam, greift die Hochzeitsversicherung leider nicht.“ Das gleiche gilt für Regen und schlechtes Wetter am Festtag.


Wann muss man die Versicherung abschließen?

Die Fristen variieren von Versicherer zu Versicherer. In der Regel sollte man die Police aber zu dem Zeitpunkt abschließen, wenn man das Hochzeitsarrangement oder aber die einzelnen Bausteine bucht.