12.05.2017
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Wie Imker gegen Bie­nen-Ster­ben ver­si­chert sind

Laut Deutschem Imkerbund haben gut 170.000 Bienenvölker den vergangenen Winter nicht überlebt. Besonders dramatisch war die Verlustrate von bis zu 40 Prozent in Berlin und Brandenburg. Bundesweit lag die Sterberate bei 20 Prozent – alles dramatische Zahlen. Anlass genug, zu klären, wie Imker versichert sind.

Bienen sind wertvolle Nutztiere und zahlreichen Risiken ausgesetzt – sei es durch den Einfluss des Menschen oder durch die Natur selbst. In Deutschland gibt es rund 560 Bienenarten, die wichtige Aufgaben für das gesamte Ökosystem erfüllen. Ohne Honigbienen und andere fliegende Helfer wie Hummeln, Waldbienen oder Schwebfliegen könnten beispielsweise Obst- und Gemüsepflanzen kaum Früchte tragen. Der Mensch ist auf diese tierische Unterstützung angewiesen. Für ihn wäre es unmöglich, die gesamte Bestäubung aller Pflanzen per Hand oder maschinell zu übernehmen. Damit ist die Honigbiene das drittwertvollste Nutztier nach Rind und Schwein.


Diesen Gefahren sind Bienenvölker ausgesetzt

Während eine Honigbiene jeden Tag ihren Dienst verrichtet, ist sie vielen Gefahren ausgesetzt. So kann der Bienenstock und das darin lebende Bienenvolk durch Naturgewalten wie Sturm, Hagel oder Hochwasser genauso wie durch Brand oder Blitzschlag zerstört werden. Leider ist ein Bienenstock auch nie gefeit vor Diebstahl oder Vandalismus. Allein 2013 wurden 825 versicherte Bienenvölker gestohlen und 113 Vandalismus- und Frevelfälle gemeldet. Laut dem Julius-Kühn-Institut wurden in manchen Jahren bis zu 20 Prozent der eingesendeten Bienen durch Insektensprays getötet.

Außerdem kann eine Honigbiene durch nicht zugelassene oder unvorschriftsmäßig verwendete Pflanzenschutzmittel geschädigt werden. 2008 starben beispielsweise nach einem Pestizideinsatz am Oberrhein zehntausende Bienenvölker. Auch wenn seit Ende 2013 EU-weit einige der Wirkstoffe, die potenziell bienenschädigend sind, in Pflanzenschutzmitteln verboten sind, finden sich immer noch Rückstände an Zier- und Gartenpflanzen.

Gruppenversicherungen für Imker

Imker genießen bereits über eine Gruppenversicherung des jeweiligen Landesverbandes Versicherungsschutz. Dieser ist dem Deutschen Imkerbund angeschlossen. Der Versicherungsschutz umfasst sowohl die Sach- und Transportversicherung sowie die Haftpflichtversicherung. Die kleinen Helferlein sind auf diesem Weg versichert und der Imker bekommt im Schadensfall die vereinbarten Versicherungsleistungen, wenn den Bienen etwas zustößt.