03.02.2017
Haus & Garten

Diese 5 Ver­si­che­run­gen brau­chen junge Fami­lien

Selten hat ein einziges Bild für solches Aufsehen gesorgt und wurde so häufig gelikt: Popstar Beyoncé Knowles verkündet auf Instagram, dass sie mit Zwillingen schwanger ist. Wir blicken schon mal etwas weiter und klären, welche Versicherungen für frischgebackene Eltern sinnvoll sind.

Grüner Schleier, Rüschenunterwäsche und opulente Blumenkränze im Hintergrund: In dieser Inszenierung hat bislang noch kein Star seine Schwangerschaft verkündet.


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Kündigt sich der Nachwuchs an, ändert sich die Lebenssituation eines Paares grundlegend – der Versicherungsschutz bleibt dabei nicht außen vor. Logisch, dass millionenschwere Popstars wie Beyoncé und ihr Gatte Jay Z sich weniger Sorgen um ihre finanzielle Absicherung machen müssen. Für Eltern mit einem normalen Job und Einkommen sieht das in der Regel anders aus. Das sind die wichtigsten Policen für junge Familien:


1. Die Risikolebensversicherung: Gut versorgt im Todesfall

Junge Familien sollten sich besonders über Versicherungen informieren, die die Existenz bedrohen oder die den finanziellen Schutz des Kindes in den Mittelpunkt rücken. Die Risikolebensversicherung sorgt für die finanzielle Absicherung der Familie, wenn Mutter oder Vater sterben sollten. Das ist vor allen Dingen dann entscheidend, wenn die Familie ein Haus gebaut hat und noch Kredite abbezahlt.


Besonders Familien, die nur einen Hauptverdiener haben, sollten über eine Risikolebensversicherung nachdenken. Denn fällt der Hauptverdiener aus, steht die Familie im schlimmsten Fall vor dem finanziellen Ruin, wenn sie keine anderen Einkommensquellen hat. Mit der Todesfallsumme können etwa die Lebenshaltungskosten bezahlt oder auch die Ausbildung der Kinder weiter finanziert werden.


2. Die Krankenversicherung: gesetzlich oder privat

Zu den wichtigsten Versicherungen für Babys zählt die Krankenversicherung. Sind Vater und Mutter fest angestellt, gilt für das Kind in der Regel der beitragsfreie Versicherungsschutz über die gesetzliche Krankenversicherung. Entscheidend ist dann der Elternteil mit dem höheren Einkommen.


Ist ein Elternteil dagegen privat krankenversichert, ist es ein Stück weit komplizierter. Hier sollte man sich bei seinem Versicherer speziell beraten lassen. Es kommt dann immer auf die genaue Berufs- oder Einkommenssituation der Eltern an.


3. Die Haftpflichtversicherung: Schutz auf Familie erweitern

In den ersten Jahren kann ein kleines Kind natürlich noch keine großen Schäden anrichten. Interessant wird eine Haftpflichtversicherung also erst, wenn das Kind älter ist. Dann bietet sich eine Familienhaftpflichtversicherung an. Der Grund: Schäden, die die Kinder oder andere Familienangehörige verursachen, sind darüber versichert.


Wer Kinder bekommen hat, sollte daher seine Police zu gegebener Zeit überprüfen und sich mit seinem Haftpflichtversicherer in Verbindung setzen. Denn unter Umständen muss der Haftpflichtschutz an die neue Lebenssituation angepasst werden.


4. Riester-Rente: Kinderzulagen beantragen

Frischgebackene Eltern mit einer Riester-Rente sollten ihren Versicherer informieren, um sich nicht die Kinderzulagen entgehen zu lassen. Die staatliche Kinderzulage wirkt als Renditeturbo für die Altersvorsorge der Familie. Jedes Kind wird mit 300 Euro jährlich gefördert. Das bedeutet, zusammen mit der normalen Förderung von 154 Euro bekommen Sparer mit einem Kind eine jährliche Förderung von 454 Euro, bei zwei Kindern sind ist entsprechend 754 Euro. Voraussetzung ist, dass sie vier Prozent ihres Bruttoeinkommens aus dem Vorjahr in den Riester-Vertrag einzahlen. Kinder, die vor dem 1. Januar 2008 geboren wurden, werden mit jeweils 185 Euro gefördert.


5. Die Kinder-Invaliditäts-Versicherung: Bei schweren Krankheiten

Mit einer Kinder-Invaliditäts-Zusatzversicherung (KIZ) – etwa als Zusatzdeckung der privaten Kinderunfallversicherung – kann das Kind zusätzlich gegen krankheitsbedingte Invalidität abgesichert werden. Die Kinder-Invaliditäts-Zusatzversicherung bietet eine Rente in vereinbarter Höhe, wenn und solange ein Kind durch Unfall oder Krankheit einen bestimmten Grad der Behinderung erleidet. Anders als die Kinderunfallversicherung bietet sie daher auch Schutz bei schweren Krankheiten. Allerdings ist die KIZ mit einer umfangreicheren Gesundheitsprüfung verbunden.


Foto: Screenshot www.instagram.com/beyonce