08.04.2019
Haus & Garten

So bekom­men Sie eine För­de­rung für den Ein­bruch­schutz

Der wirksamste Schutz vor Einbrechern ist die richtige Sicherungstechnik. Wer Fenster und Türen nachrüsten möchte, bekommt eine staatliche Förderung. Wir erklären, was Hausbesitzer und Mieter dafür tun müssen.

Zunächst zwei Fakten zu Wohnungseinbrüchen:


  1. Eingangs- und Fenstertüren sind die Schwachstellen eines Hauses, die Einbrecher besonders gerne ausnutzen.
  2. Knapp jeder zweite Einbruchsversuch scheitert an eingebauter Sicherungstechnik.


Was bedeutet das für Eigentümer und Mieter? Ganz einfach: Wer Türen und Fenster einbruchssicher macht, lebt ein gutes Stück sicherer. Die Investition in die eigene Sicherheit wird sogar über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) staatlich gefördert. Damit wird die Nachrüstung mit einbruchshemmenden Maßnahmen finanziell attraktiver.



Wie hoch ist die Förderung?

Die Höhe der Förderung liegt zwischen 50 und maximal 1.600 Euro pro Wohneinheit – je nach Investitionssumme. Darin inbegriffen sind Material- als auch Handwerkerkosten. Keinen Zuschuss bzw. geförderten Kredit gibt es für die eigene Arbeitsleistung oder die privater Helfer.


Auf die ersten 1.000 Euro der förderfähigen Investitionssumme legt die KfW-Bank 20 Prozent obendrauf. Auf jeden weiteren Euro 10 Prozent. Wer zum Beispiel 5.500 Euro in Einbruchschutz investiert, erhält demnach folgende KfW-Förderung:


  • 20 % auf 1.000 Euro = 200 Euro
  • 10 % von 4.500 Euro = 450 Euro
  • gesamter Zuschuss: 650 Euro


Der Förderhöchstbeitrag für Maßnahmen zur Barriereduzierung und zum Einbruchschutz liegt bei insgesamt 50.000 Euro je Wohneinheit für Kredit und Zuschuss.



Wer wird von der KfW gefördert?

Jeder, der in eine einbruchhemmende Maßnahme bei einer bestehenden Immobilie investiert, kann einen Antrag bei der KfW stellen.


Welche Maßnahmen zum Einbruchschutz werden gefördert?

Mechanische Sicherungen stehen beim Einbruchsschutz an erster Stelle - sie gewährleisten ein Mehr an Sicherheit für das Zuhause. Eigentümer und Mieter sollten vor allem in diese Form der Sicherheitstechnik investieren. Entsprechend ist die KfW-Förderung ausgerichtet. Diese Maßnahmen sind förderfähig:


  • Einbau und Nachrüstung einbruchhemmender Haus- und Wohnungseingangstüren
  • Einbau von Nachrüstsystemen von Fenstern
  • Einbau einbruchhemmender Gitter und Rollläden
  • Einbau von Einbruchs- und Überfallmeldeanlagen
  • Assistenzsysteme (z.B. Bild- und Gegensprechanlagen, Bewegungsmelder)


Wie erkenne ich gute Sicherungstechnik zum Einbruchschutz?

Verbraucher sollten bei der Nachrüstung auf zertifizierte Technik achten. Die Qualität einbruchhemmender Türen etwa sollte von qualifizierten Institutionen überwacht werden. Dazu zählen unter anderem


  • VdS Schadenverhütung
  • DIN-CERTCO
  • Ift Rosenheim
  • PfB Prüfzentrum


Verbraucher erkennen zuverlässige Sicherungstechnik an den Logos dieser Institutionen.



Wie erhalten Hausbesitzer oder Mieter die KfW-Förderung?

Die Einbruchschutz-Förderung läuft über das Programm „Altersgerecht Umbauen“, in dessen Rahmen ebenfalls der Umbau zu barrierefreien Wohnungen gefördert wird. Zwei Förderprogramme sieht die KfW für den Einbruchschutz vor:


  1. Finanzierung als Zuschuss (KfW-Programm 455 / Investitionszuschuss Barrierereduzierung / altersgerecht Umbauen)
  2. Finanzierung als Kredit (KfW-Programm 159, Kredit für altersgerecht Umbauen und Einbruchschutz)


Wo bekomme ich die staatliche Förderung?

Der Staat fördert Maßnahmen zum Einbruchschutz über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Über das KfW-Zuschussportal können Eigentümer und Mieter ihren Antrag zur Förderung einreichen.


An welche Bedingungen ist die Förderung geknüpft?

Wer an der Förderung interessiert ist, sollte vor allem drei Dinge beachten:


  • Beantragen Sie die Förderung, bevor Sie mit dem Umbau beginnen.
  • Beauftragen Sie ein Fachunternehmen des Handwerks.
  • Investieren Sie mindestens 500 Euro. Erst dann sind Sie förderberechtigt.


Zum 1.4.2019 hat die KfW einzelne Förderbedingungen verändert. Demnach dürfen Arbeiten zum Einbruchschutz nur noch von Fachunternehmen durchgeführt werden. Materialkosten bei Eigenleistungen ebenso wie Infraschall-Alarmanlagen sind sind laut KfW nicht mehr förderfähig. Dafür wurden neue Maßnahmen ins Förderprogramm aufgenommen. Die KfW bezuschusst nun auch Smart Home-Anwendungen mit Einbruchmeldefunktion.