07.12.2017
Haus & Garten

O du Gefähr­li­che: Warum die Weih­nachts­zeit ris­kan­ter ist als Sie den­ken

Wir wissen zwar nicht, wie viele Unfälle der Weihnachtsmann mit seinem Schlitten baut. Aber wir wissen, wo es im Dezember ganz besonders gefährlich wird.

Weihnachtsstress schlägt aufs Herz

Stress im Büro, Geschenke rechtzeitig einkaufen, Erwartungen der Familie erfüllen: Die Weihnachtszeit kann schnell hektisch werden - davon bleiben manche Herzen nicht unberührt. Eine Krankenkasse hat herausgefunden, dass am Heiligen Abend ein Drittel mehr Menschen mit einem Herzinfarkt in eine Klinik müssen als an anderen Tagen im Jahr. 60 Prozent davon sind Männer. Auch das Statistische Bundesamt registriert in den Monaten Dezember und Januar deutlich mehr Herzinfarkte als im Rest des Jahres.  


Flackernde Kerzen, abgefackelte Wohnung

Adventskränze und echte Kerzen auf dem Weihnachtsbaum erhöhen im Dezember das Risiko eines Wohnungsbrandes. So verzeichneten im vergangenen Jahr die Versicherungsunternehmen rund 11.000 Wohnungsbrände zum Jahresende. Das sind 50 Prozent mehr als etwa im Frühjahr oder Herbst. 

 

Eine ganz schlechte Idee ist es übrigens, neben brennenden Kerzen einzuschlafen. Erstens haben wir im Schlaf keinen Geruchssinn, können den Brand also nicht riechen und entsprechend handeln - ein Grund, warum Rauchmelder so wichtig sind. Zweitens ist das Nickerchen im Kerzenschein grob fahrlässig, sollte währenddessen die Wohnung in Brand geraten. So urteilte das OLG Köln in einem Fall, in dem ein Mann im privaten Partyraum neben fünf brennenden Kerzen einschlummert ist. Er musste den Teppich, den die Kerzen entzündet hatten, aus eigener Tasche bezahlen (Aktenzeichen: 9 U 113/09).



Einbrecher lieben den Advent

Sollten Hausbesitzer und Mieter brandfrei durch die Weihnachtszeit kommen, sind sie - statistisch betrachtet - noch längst nicht auf der sicheren Seite. Denn im Dezember sind Einbrecher besonders umtriebig. Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen hat die Aktivitäten der Langfinger in fünf deutschen Großstädten genauer untersucht. Wie sich herausstellte, entfielen rund 17 Prozent aller Einbrüche und Einbruchsversuche auf den Dezember. Weit abgeschlagen auf Platz 2 folgt der November. Unser Tipp: Mit der richtigen Einbruchsicherung kommt nur der Weihnachtsmann ins Haus.


Tödliche Weihnachten

Forscher der Universität San Diego haben Todesfallstatistiken der Jahre 1979 bis 2004 ausgewertet. Das verblüffende Ergebnis: Die Zahl der Todesfälle schnellt in den USA zwischen den Jahren steil nach oben. Insgesamt seien über die Feiertage 15.179 mehr Menschen gestorben, als statistisch zu erwarten gewesen wäre. Am Neujahrstag seien es sogar 25.872 zusätzliche Todesfälle gewesen. Über die genaue Ursache dieses Phänomens konnten die Forscher nur spekulieren. Auch Engpässe in der medizinischen Versorgung seien mitunter der Grund, warum viele US-Amerikaner die Feiertage nicht überleben.