11.01.2019
Haus & Garten

Schnee auf dem Dach - Was Haus­be­sit­zer tun und las­sen soll­ten

Die Gefahr besteht jeden Winter: Wenn es unerwartet stark schneit und sich der Schnee auf dem Dach türmt, müssen Hausbesitzer handeln. Denn das Dach kann einstürzen oder Dachziegel beschädigt werden.

Was Schnee so gefährlich macht

Hausbesitzer sollten das Gewicht von Schnee keinesfalls unterschätzen. Eine zehn Zentimeter dicke Schneeschicht kann im Extremfall bis zu 100 Kilogramm pro Quadratmeter auf die Waage bringen. Das ist unter Umständen schnell erreicht. Dabei ist die Dicke der Schneedecke nicht so entscheidend, es kommt darauf an, um welche Art Schnee es sich handelt. Grob gesagt: Je dichter der Schnee, desto schwerer wird er: Neuer, eher luftiger  Pulverschnee wiegt weniger als Nassschnee. Testen Sie: Lässt sich der Schnee nicht mehr mit der flachen Hand eindrücken, wird es kritisch.  


Welche Dächer besonders gefährdet sind

Je flacher das Dach, desto mehr Schnee bleibt liegen. Hausbesitzer mit steilerem Dach müssen aber trotzdem Schnee räumen, bevor es zu spät ist. Das gilt besonders, wenn sich Schnee- und Tauwetter über Wochen ablösen und sich auf dem Dach Eisplatten bilden.  

Übrigens: Auch an die Halterung von Photovoltaik-Anlagen sollten Hausbesitzer denken, diese können bei zu viel Gewicht leicht reißen. 


Nicht auf das Dach klettern 

„Das Dach am besten gar nicht betreten, die Unfallgefahr ist zu groß“, warnt GDV-Experte und ehrenamtlicher Feuerwehrmann Mathias Zunk. „Wenn bereits eine dicke Schneedecke drauf liegt, könnte genau das die entscheidenden paar Kilo zu viel sein, die das Dach zum Einsturz bringen.“ Soweit möglich von der Leiter aus oder aus der Dachluke heraus mit einem Besen das Dach abfegen. Wenn das nicht möglich ist, hilft die Feuerwehr oder das Technische Hilfswerk.