10.04.2017
Haus & Garten

So bekom­men Sie eine För­de­rung für Ihren Ein­bruch­schutz

Der wirksamste Schutz vor Einbrechern ist die richtige Sicherungstechnik. Wer Fenster und Türen jetzt nachrüsten möchte, kann sich das staatlich fördern lassen. Wir erklären, was Hausbesitzer und Mieter dafür tun müssen.

Zunächst zwei Fakten zu Wohnungseinbrüchen:


  1. Eingangs- und Fenstertüren sind die Schwachstellen eines Hauses, die Einbrecher besonders gerne ausnutzen.
  2. Rund 43 Prozent der Einbruchversuche scheitern an eingebauter Sicherungstechnik.


Was bedeutet das für Hausbesitzer und Mieter? Ganz einfach: Wer Türen und Fenster einbruchssicher macht, lebt ein gutes Stück sicherer. Die Nachrüstung mit einbruchshemmenden Maßnahmen wird jetzt finanziell attraktiver. Der Grund: Der Staat hat die Zuschüsse für den Einbruchschutz in diesem Jahr von 10 auf 50 Millionen Euro aufgestockt. Damit können mehr Bürger, die in Einbruchschutz investieren, in den Genuss der Förderung kommen.



Wo bekomme ich die Förderung?

Der Staat fördert den Einbruchschutz über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Über das KfW-Zuschussportal können entsprechende Anträge gestellt werden.


Wie hoch ist die Förderung?

Die Höhe der Förderung liegt zwischen 50 und maximal 1.600 Euro pro Wohneinheit – je nach Investitionssumme. Darin inbegriffen sind Material- als auch Handwerkerkosten.


Auf die ersten 1.000 der förderfähigen Investitionssumme legt die KfW 20 Prozent obendrauf. Auf jeden weiteren Euro 10 Prozent. Wer zum Beispiel 5.500 Euro in Einbruchschutz investiert, erhält demnach folgenden Zuschuss:

  • 20 % auf 1.000 Euro = 200 Euro
  • 10 % von 4.500 Euro = 450 Euro
  • gesamter Zuschuss: 650 Euro



Wer bekommt die Förderung?

Jeder, der in einbruchhemmende Maßnahmen bei einer bestehenden Immobilie investiert, kann die Förderung bekommen.


Was genau wird gefördert?

  • Einbau und Nachrüstung einbruchhemmender Haus- und Wohnungseingangstüren
  • Einbau von Nachrüstsystemen von Fenstern
  • Einbau einbruchhemmender Gitter und Rollläden
  • Einbau von Einbruchs- und Überfallmeldeanlagen
  • Assistenzsysteme (z.B. Bild- und Gegensprechanlagen, Bewegungsmelder)




Wie erhalten Hausbesitzer oder Mieter die Förderung?

Zwei Wege sieht die KfW für die Förderung des Einbruchschutzes vor:


  1. Finanzierung als Zuschuss (KfW-Programm 455)
  2. Finanzierung als Kredit (KfW-Programm 159)


Die Förderung läuft über das Programm „Altersgerecht Umbauen“, in dessen Rahmen ebenfalls der Umbau zu barrierefreien Wohnungen gefördert wird.


An welche Bedingungen ist die Förderung geknüpft?

Wer an der Förderung interessiert ist, sollte vor allem drei Dinge beachten:


  • Beantragen Sie die Förderung, bevor Sie mit dem Umbau beginnen.
  • Beauftragen Sie ein Fachunternehmen des Handwerks.
  • Investieren Sie mindestens 500 Euro. Erst dann sind Sie förderberechtigt.



Wer über eine Investition in den Einbruchschutz nachdenkt, sollte nicht zu lange zögern. Im vergangenen Jahr waren die Fördermittel bereits im September aufgebraucht.