21.07.2015
Haus & Garten

So schüt­zen Sie sich vor einem Blitz­schlag

Blitze sind eine Gefahr für Leib und Leben. Nicht nur der direkte Einschlag, sondern auch das Berühren von metallenen Leitungen, durch die gerade ein Blitzstrom fließt, kann schwere Verletzungen hervorrufen. Die Energie kann sogar von einem Baum oder einem anderen getroffenen Gegenstand auf den Menschen überspringen. Wie man sich schützen kann, zeigt diese Übersicht.

In Gebäuden

In Gebäuden mit einen fachgerechten Schutzsystem aus Blitzableiter und Überspannungsschutz besteht in der Regel keine Gefahr. In Gebäuden ohne Blitz- und Überspannungsschutz können auch weiter entfernte Einschläge hohe Spannungen in Leitungen verursachen. Bei einem Gewitter sollte man daher:


  • alle Stecker ziehen (Stromversorgung, Antennen-, Daten-, Telefonleitung etc.)
  • den Kontakt mit allen Leitungen aus Metall meiden, die von außen ins Haus führen: Wasser-, Gas-, Strom- und Telefonleitung, Fernwärmeversorgung, Antennenkabel

  • nicht duschen oder baden – auch Wasserrohre leiten die Spannung


Im Auto

Autos bilden einen sogenannten „Faradayschen“ Käfig: Beim Einschlag in ein Fahrzeug fließt der Blitzstrom über die metallene Außenhaut zur Erde ab. Die Personen im Inneren sind sicher. Während eines Gewitters sollte das Auto deshalb nicht verlassen werden.



Im Freien

Wer von einem Gewitter überrascht wird und keine Möglichkeit hat, sich in ein Gebäude zurückzuziehen, ist in Gefahr und sollte:


  • Auf den Fußballen und mit eng zusammen stehenden Füßen in die Hocke gehen, am besten in einer Mulde
  • Offenes Gelände, Berggipfel, Bäume, Türme, Masten, Antennen meiden. Achtung: Der Spruch „Buchen sollst du suchen, Eichen sollst du weichen“ ist Quatsch. Blitze schlagen in alle Baumarten ein.
  • Abstand halten: Mindestens zehn Meter zu Bäumen, mindestens 50 Meter von Überlandleitungen, mindestens einen, besser drei Meter von anderen Menschen
  • Gegenstände mit Metallteilen wie Regenschirme und Fahrräder, aber auch Zäune meiden


Im und auf dem Wasser

Schwimmen bei Gewitter ist lebensgefährlich. Weil das Wasser elektrischen Strom hervorragend leitet, fließen auch in mehr als 100 Meter Entfernung vom Einschlagsort noch Ströme, die beim Schwimmer einen Schock auslösen und zum Ertrinken führen können.


Auch auf Booten ist es gefährlich: Sie bilden auf der Wasserfläche Erhebungen und ziehen dadurch Blitze an – das gilt vor allem für Segelboote mit ihren Masten. Während eines Gewitters sollte man daher nicht auf dem Deck stehen bleiben, sondern sich mit geschlossenen Beinen möglichst tief ins Boot hinein hocken.