22.02.2017
Haus & Garten

So sind Schä­den durch Natur­ge­fah­ren ver­si­chert

Vollgelaufene Keller, abgedeckte Dächer, zerbeulte Autos: Die Natur kann unser Hab und Gut schwer in Mitleidenschaft ziehen – sei es durch Hochwasser oder Stürme, Blitze, Hagelschauer oder Starkregen. Wie diese Schäden im Einzelnen versichert sind, haben wir in diesem Überblick zusammengestellt.

1. Wie sind Hochwasser, Starkregen, Überschwemmung, Rückstau versichert?


Für Gebäude und Hausrat

Bei einem Hochwasser sind diejenigen Verbraucher auf der sicheren Seite, die eine Elementarschadenversicherung abgeschlossen haben. Über eine reine Wohngebäudeversicherung sind Hochwasserschäden in der Regel nicht versichert. Kommt es zu Überschwemmungen und Erdrutschen durch Starkregen, leistet ebenfalls die Elementarschadenversicherung für die Schäden an Gebäuden.


Die Elementarschadenversicherung wird als optionaler Zusatzbaustein zur Wohngebäudeversicherung angeboten und kann auch nur in Kombination damit abgeschlossen werden. Die Wohngebäudeversicherung mit Elementarversicherungsschutz übernimmt die Kosten für:


  • die Reparaturen im und am Haus sowie den Nebengebäuden (z.B. Garage oder Schuppen).
  • die Trockenlegung und Sanierung des Gebäudes.
  • den eventuellen Abriss des Gebäudes.
  • Konstruktion und Bau eines gleichwertigen Hauses.


Auch die Kosten für eine alternative Unterkunft bzw. Mietausfälle, sollte das Haus vorübergehend unbewohnbar sein, können versichert werden.


Schäden am Inventar eines Hauses sind über die Hausratversicherung geschützt – sofern die Hausratversicherung über den Elementarversicherungsschutz verfügt. So wie bei der Wohngebäude- kann die Hausratversicherung um den Naturgefahrenschutz erweitert werden.


Für Kraftfahrzeuge

Autofahrer, deren Wagen bei einer Überschwemmung beschädigt wurde, sind durch die Teilkaskoversicherung geschützt. Wer eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen hat, bekommt diese Schäden ebenfalls ersetzt.



2. Wie sind Sturm, Hagel, Blitzschlag und Überspannung versichert?


Für Gebäude und Hausrat

Vom Sturm abgedeckte Dachziegel, beschädigte Fassaden und zerbrochene Fensterscheiben: Wenn das Haus oder seine Nebengebäude durch Sturm ab Windstärke 8 (62 km/h) in Mitleidenschaft gezogen wurden, kommt die Wohngebäudeversicherung für die Schäden auf.


Über die Hausratversicherung sind Schäden am Wohnungsinventar abgesichert. Hat beispielsweise ein Überspannungsschaden nach einem Blitzschlag die Elektrogeräte unbrauchbar gemacht, dann ist der Hausratversicherer der beste Ansprechpartner.

Für Kraftfahrzeuge

Die Teilkaskoversicherung übernimmt Schäden am Auto, die durch Sturm, Hagel oder Blitzeinschlag entstanden sind. Ist das Blech verbeult oder die Scheiben kaputt, werden die Reparaturkosten für gewöhnlich in voller Höhe erstattet. Fahrzeughalter, deren Auto durch ein Unwetter beschädigt wurde, sollten die Schäden am besten anhand von Fotos dokumentieren und diese unverzüglich dem Versicherer melden.

 

3. Wie sind Erdrutsch, Schneedruck, Erdbeben, Erdsenkung versichert?


Für Gebäude und Hausrat

Verursachen Erdrutsche, Erdbeben und -senkungen sowie eine zu große Schneelast Schäden am Gebäude, leistet die Elementarschadenversicherung.


Die Hausratversicherung mit Elementarversicherungsschutz sichert den kompletten Hausrat ab:


  • Sie übernimmt die Reparaturkosten für das gesamte beschädigte Inventar.
  • Sie erstattet den Wiederbeschaffungspreis, wenn das Hab und Gut komplett zerstört wurde.


Für Kraftfahrzeuge

Mit einer herkömmlichen Teilkaskoversicherung sind diese eher seltenen Naturgefahren nicht versichert. Wer sich dagegen versichern möchte, sollte seinen Kfz-Versicherer nach einem erweiterten Naturgefahrenschutz fragen.


Naturgefahren versichern im Überblick