17.05.2018
Haus & Garten

Tor­na­dos in Deutsch­land: Vier­sen ist über­all

Wer glaubt, der Wirbelsturm in Nordrhein-Westfalen sei lediglich ein krasser Einzelfall, liegt falsch.

Am Niederrhein hat ein Tornado schwere Schäden angerichtet. Innerhalb von 10 bis 15 Minuten hat der Sturm zahlreiche Bäume umgeknickt, Straßen verwüstet und Dächer abgedeckt. Mehrere Häuser in Viersen sollen so stark beschädigt worden sein, dass die Bewohner vorerst nicht in ihre Wohnungen zurückkehren können. 


Neben einer Schneise der Verwüstung liefert der Sturm auch eindrucksvolle Bilder, wie sie viele sonst nur aus den USA kennen. Mehrere Autofahrer haben mit dem Handy draufgehalten:




Über diesen Autofahrer ist der Wirbelsturm direkt hinweggefegt:




Schäden durch Tornados entstehen praktisch jedes Jahr

Tornados sind in Deutschland verbreiteter als gedacht. Allein in diesem Jahr hat es bereits 6 bestätigte Tornados gegeben, meldet das Portal tornadoliste.de (2017: 28 bestätigte Tornados, 2016: 62). Treffen die Wirbelstürme auf bewohntes Gebiet, wird es heftig für die Anwohner - und teuer. 


Rückblick: 


2017 fegt ein Tornado über die fränkische Gemeinde Kürnach. Verletzt wird glücklicherweise niemand, mehrere Dächer werden abgedeckt. 


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2016 trifft ein Tornado auf Hamburg. Die Feuerwehr spricht von einer Schneise von 500 mal 200 Meter, in der der Tornado über die Hansestadt hinwegfegt. Durch den Starkregen laufen zudem viele Keller voll.




2015 verletzt ein Tornado in der Kleinstadt Bützow (Mecklenburg-Vorpommern) 30 Menschen und beschädigt über 120 Häuser. Aufnahmen einer Drohne zeigen das Ausmaß der Schäden: