11.06.2019
Haus & Garten

Unwet­ter in Deutsch­land: So sind die Schä­den ver­si­chert

Von diesen Versicherungen bekommen Hausbesitzer und Autofahrer ihre Unwetterschäden ersetzt.

1. Wie sind Hochwasser, Starkregen, Überschwemmung, Rückstau versichert?


- Unwetterschäden am Gebäude

Bei Hochwasser und Starkregen sind Mieter und Eigentümer nur über die sogenannte Elementarschadenversicherung (oft auch "Naturgefahrenversicherung") finanziell richtig geschützt. Vor allem ältere Wohngebäudeversicherungen helfen bei diesen Unwetterschäden in der Regel nicht weiter. Bei neueren Wohngebäudeversicherungen ist der zusätzliche Elementarschutz häufig bereits integriert.


Die Elementarschadenversicherung wird als optionaler Zusatzbaustein zur Wohngebäudeversicherung angeboten und kann auch nur in Kombination damit abgeschlossen werden. Die Wohngebäudeversicherung mit Elementarversicherungsschutz übernimmt nach einem Unwetter die Kosten für:


  • die Reparaturen im und am Haus sowie den Nebengebäuden (z.B. Garage oder Schuppen).
  • die Trockenlegung und Sanierung des Gebäudes.
  • den eventuellen Abriss des Gebäudes.
  • Konstruktion und Bau eines gleichwertigen Hauses.


Auch die Kosten für eine alternative Unterkunft bzw. Mietausfälle, sollte das Haus vorübergehend unbewohnbar sein, können versichert werden.


- Unwetterschäden am Hausrat

Schäden am Inventar eines Hauses sind nach einem Unwetter über die Hausratversicherung geschützt – sofern die Hausratversicherung über den Elementarversicherungsschutz verfügt. Wie bei der Wohngebäude- kann die Hausratversicherung um den Naturgefahrenschutz erweitert werden. Nur damit ist das Inventar bei eindringendem Wasser versichert.


- Unwetterschäden an Autos

Autofahrer, deren Wagen bei einem Hochwasser, Starkregen oder einer Überschwemmung beschädigt wurde, sind durch die Teilkaskoversicherung geschützt. Wer eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen hat, bekommt diese Schäden ebenfalls ersetzt (Leistungen der Teilkaskoversicherung sind automatisch in der Vollkaskoversicherung integriert).


2. Wie sind Sturm, Hagel, Blitzschlag und Überspannung versichert?


- Unwetterschäden am Gebäude

Vom Sturm abgedeckte Dachziegel, beschädigte Fassaden und zerbrochene Fensterscheiben: Wenn das Haus oder seine Nebengebäude durch Sturm ab Windstärke 8 (62 km/h) in Mitleidenschaft gezogen wurden, kommt die Wohngebäudeversicherung für die Schäden auf.


- Unwetterschäden am Hausrat

Über die Hausratversicherung sind Schäden am Wohnungsinventar abgesichert. Hat beispielsweise ein Überspannungsschaden nach einem Blitzschlag die Elektrogeräte unbrauchbar gemacht, dann ist der Hausratversicherer der beste Ansprechpartner.

- Unwetterschäden an Autos

Die Teilkaskoversicherung übernimmt Schäden am Auto, die durch Sturm, Hagel oder Blitzeinschlag entstanden sind. Ist das Blech verbeult oder die Scheiben kaputt, werden die Reparaturkosten für gewöhnlich in voller Höhe erstattet. Fahrzeughalter, deren Auto durch ein Unwetter beschädigt wurde, sollten die Schäden am besten anhand von Fotos dokumentieren und diese unverzüglich dem Versicherer melden.

 

3. Wie sind Erdrutsch, Schneedruck, Erdbeben, Erdsenkung versichert?


- Unwetterschäden am Gebäude

Verursachen Erdrutsche, Erdbeben und -senkungen sowie eine zu große Schneelast Schäden am Gebäude, leistet die Elementarschadenversicherung. Welche Gebäude ein besonders hohes Schneedruckrisiko haben, erklären wir an dieser Stelle.


- Unwetterschäden am Hausrat

Die Hausratversicherung mit Elementarversicherungsschutz sichert den kompletten Hausrat ab, wenn zu viel Schnee oder Erdbewegungen Schäden angerichtet haben:


  • Die Hausratversicherung übernimmt die Reparaturkosten für das gesamte beschädigte Inventar.
  • Sie erstattet den Wiederbeschaffungspreis, wenn das Hab und Gut komplett zerstört wurde.


- Unwetterschäden an Autos

Mit einer herkömmlichen Teilkaskoversicherung sind diese eher seltenen Naturgefahren nicht versichert. Wer sich dagegen versichern möchte, sollte seinen Kfz-Versicherer nach einem erweiterten Naturgefahrenschutz fragen.