28.06.2017
Haus & Garten

Warum Urlaubs-Sel­fies Ein­bre­cher anlo­cken kön­nen

Wer in den Urlaub fährt, sollte das nicht in sozialen Netzwerken öffentlich ankündigen. Einbrecher können solche Statusmeldungen als Einladung verstehen.

Ein Foto der gepackten Koffer, ein Flugzeug auf der Rollbahn - versehen mit der Ortsangabe des Flughafens - oder gleich ein Selfie mit Palme am Strand: Facebook, Instagram und Twitter sind voll mit öffentlichen Reise-Postings - häufig auch mit konkretem Ziel und Dauer der Abwesenheit. In diesem Post beispielsweise geht es für vier Wochen nach Thailand:



Auch sehr beliebt sind Fotos vom Boardingpässen. Auf einen Blick wird damit klar, wo die Reise hingeht. Und vor allem: Seit wann die Person weit weg von ihrem Zuhause ist. 



Der Hashtag #Bindannmalweg oder, noch einfacher, #Urlaub reichen völlig aus, um in sozialen Netzwerken eine stattliche Ansammlung von Urlaubsposts zu finden - eine Fingerübung, die jeder Einbrecher mit Internetzugang ebenfalls beherrscht.


Postings mit konkreten Angaben wie Klarnamen, Reiseziel, Wohnort sowie Dauer des Urlaubs erleichtern Einbrechern die Arbeit. Denn: Einbrecher lesen in sozialen Netzwerken mit. Sowohl die Polizei als auch ehemalige Einbrecher bestätigen, dass Kriminelle nach potenziellen Zielen online recherchieren. Als Faustformel gilt deshalb: Erzählen Sie von Ihrem Urlaub erst nach dem Urlaub. 


Machen Sie Einbrechern das Leben schwer: 


  1. Vermeiden Sie genaue Angaben über Ihren momentanen Aufenthaltsort und zur Dauer Ihrer Abwesenheit.
  2. Kontrollieren Sie immer die Sicherheitseinstellungen, die in einem sozialen Netzwerk vorgenommen werden können, im Hinblick auf den Schutz der Privatsphäre. Auch dies verhindert, dass nicht berechtigte Personen Zugriff auf Ihre Daten bekommen.
  3. Die Postadresse sollte niemals im persönlichen Profil zu finden zu sein. Denken Sie auch genau darüber nach, welche Bilder und Videos Sie auf Ihrer Seite veröffentlichen. Dies können alles wertvolle Informationen für einen Einbrecher sein.
  4. Freundschaftsanfragen sollte man mit Bedacht annehmen. Man sollte sich sicher sein, dass sich auch wirklich die einem bekannte Person dahinter verbirgt.
  5. Tipp für Eltern: Jugendliche gehen oftmals unbefangen mit ihren persönlichen Daten um. Sprechen Sie darüber mit dem Nachwuchs. Das erhöht die Sicherheit Ihrer vier Wände – und vielleicht lernen Sie in punkto Social Media noch etwas hinzu.