30.11.2017
Haus & Garten

Was­ser­schä­den sind ärger­lich - aber ver­sicher­bar

Ein Rohrbruch im Winter, eine undichte Waschmaschine, ein Platzregen – so unterschiedlich wie die Ursachen eines Wasserschadens sind auch die Versicherungspolicen, mit denen sich Verbraucher gegen das Risiko absichern können.

Das größte Risiko: Leitungswasserschäden

Besonders häufig sorgen geplatzte Leitungen und ausgelaufene Heizboiler für Ärger bei Mietern und Eigentümern: Rund 1,1 Millionen Leitungswasserschäden zählen die Gebäude- und Hausratversicherer hierzulande – Jahr für Jahr. Im Schnitt entsteht alle 30 Sekunden ein Leck. Vor allem im Winter können Wasserleitungen bersten - sofern Hausbesitzer und Mieter nicht entsprechend vorbeugen.


Das leistet die Wohngebäudeversicherung

Neben Schäden durch Brände, Blitzeinschläge, Sturm und Hagel zahlt die Wohngebäudeversicherung auch bei Leitungswasserschäden. Sie übernimmt zusätzlich die Aufräumarbeiten und die Sicherung des Grundstücks. Im Extremfall kommt sie für Abbruch und Neubau des Gebäudes auf. Ist die Wohnung vorübergehend unbewohnbar, übernimmt die Versicherung in der Regel auch die Hotelkosten. Wichtige Voraussetzung, damit die Versicherung leistet: Das betroffene Gebäude muss dauerhaft genutzt sein – Rohbauten etwa schützen Verbraucher zum Beispiel mit einer Bauleistungsversicherung.


Das leistet die Hausratversicherung

Für alles, was in der Wohnung beweglich ist – vom Stuhl über den Fernseher bis zum Vogelkäfig samt Vogel – zahlt im Fall eines Leitungswasserschadens die Hausratversicherung. Zu den Kosten für Reparatur oder Wiederbeschaffung übernimmt sie Aufräum-, Transport- und Lagerkosten sowie Bewachung und Hotelunterbringung.


Das leistet die Privathaftpflichtversicherung

Zusätzlich zu diesen beiden Policen kann im Fall eines Leitungswasserschadens auch die Privathaftpflichtversicherung wichtig werden. Verursacht ein Verbraucher beim Nachbarn einen Wasserschaden – etwa weil die Badewanne überläuft – springt die Privathaftpflicht des Verursachers ein und begleicht den Schaden und die Kosten für die notwendigen Reparaturen.


Wasserschäden durch Hagel und Gewitter versichern

Stürme, Hagel und Starkregen haben 2016 versicherte Sachschäden an Häusern, Hausrat, Gewerbe- und Industriebetrieben in Höhe von zwei Milliarden Euro verursacht. Allein die Schäden durch Starkregen waren fast zehnmal so hoch wie im Vorjahr. Gleichzeitig verkürzt sich der Wechsel zwischen schadenarmen und schadenreichen Jahren.


All das macht deutlich: Versicherungsschutz gegen Naturgefahren und dadurch verursachte Wasserschäden in und an Gebäuden wird immer wichtiger. Wie schon bei Leitungswasser sind auch in diesen Fällen Wohngebäude- und Hausratversicherung die tragenden Säulen: Beide leisten unter anderem bei Wasserschäden, die durch Hagel oder in Folge eines Gewitters entstehen.



Starkregen und Überschwemmung: Das leistet die Erweiterte Naturgefahrenversicherung

Zusätzlich sollten Verbraucher Wohngebäude- und/oder Hausratversicherung um eine Versicherung gegen erweiterte Naturgefahren (Elementarschadenversicherung) ergänzen. Nur mit dieser sind sie gegen die Folgen von Starkregen und Überschwemmungen versichert. Auch Schäden durch Erdrutsche, Lawinen und Schneedruck sind mit dieser Police abgesichert.