26.02.2019
Auto & Reise

Ver­si­che­rungs­kenn­zei­chen 2019: Mofa- und Moped­fah­rer müs­sen jetzt Schil­der wech­seln

Welche Fahrzeuge brauchen jetzt ein neues Versicherungskennzeichen und wo sind diese erhältlich? Unser FAQ rund um Mofa- und Mopedversicherungen.

Für welche Fahrzeuge gilt das neue Versicherungskennzeichen?

Die blauen Versicherungskennzeichen werden ab dem 1. März ungültig. Diese Fahrzeuge dürfen dann nur noch mit grünem Kennzeichen unterwegs sein: 


  • Kleinkrafträder, wie Mofas und Mopeds mit max. 50 Kubikzentimeter Hubraum und Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h
  • Elektrofahrräder ("E-Bikes") mit einer Tretunterstützung bei Geschwindigkeiten über 25 km/h oder einer tretunabhängigen Motorunterstützung über 6 km/h bis max. 45 km/h
  • Segways und ähnliche Mobilitätshilfen mit elektrischem Antrieb und einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 20 km/h
  • Quads und Trikes mit Höchstgeschwindigkeit von maximal 45 Stundenkilometer und max. 50 Kubikzentimeter Hubraum
  • E-Roller, die über eine Betriebserlaubnis verfügen und maximal 45 Stundenkilometer schnell sind.
  • Motorisierte Krankenfahrstühle
  • Mofas und Mopeds aus DDR-Produktion mit einer Höchstgeschwindigkeit bis 60 km/h, die bereits vor dem 01.03.1992 versichert waren.



Wo bekomme ich neue Versicherungskennzeichen?

Das aktuelle Versicherungskennzeichen bekommen Zweiradfahrer entweder direkt bei den Kraftfahrtversicherern oder bei Versicherungsvermittlern.


Warum ist ein aktuelles Versicherungskennzeichen so wichtig?

Wer mit abgelaufenem Versicherungskennzeichen unterwegs ist und einen Unfall verursacht, muss den kompletten Schaden aus eigener Tasche bezahlen - inklusive möglicher Schadenersatzforderungen des Unfallgegners. Versicherungsschutz besteht nur mit einem gültigen Kennzeichen, das immer von 1. März bis Ende Februar des nächsten Jahres gültig ist. 



Wie muss ich mein Mofa/Moped/Roller versichern?

Hier gilt: Haftpflicht ist ein Muss, Teilkasko ist sinnvoll. Die Haftpflichtversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben, sie übernimmt alle Schäden, die mit dem Zweirad anderen zugefügt werden.


Wer sehr an seinem Gefährt hängt, sollte eine Teilkaskoversicherung in Betracht ziehen. Sie leistet unter anderem bei Wildschäden, Feuer, Überschwemmung oder Diebstahl. Gerade letzteres kommt leider häufiger vor als gedacht: Statistisch gesehen werden von 1.000 Kleinkrafträdern 8,5 geklaut. Zum Vergleich: Bei Autos sind es lediglich 0,5.


Anders als Pkw müssen Mofas und Mopeds für den Betrieb auf öffentlichen Straßen nicht bei einer Zulassungsstelle angemeldet werden. Eine Betriebserlaubnis und ein Versicherungskennzeichen reichen. Die Farbe der jeweils bis Ende Februar gültigen Kennzeichen wechselt jährlich zwischen schwarz, blau und grün.


Für Zweiräder mit mehr als 50 cm³ Hubraum reicht das Versicherungskennzeichen nicht aus. Sie benötigen ein amtliches Kennzeichen und eine Motorradversicherung. Zudem müssen die Halter Kfz-Steuern bezahlen und regelmäßig zum TÜV. 


Was passiert, wenn ich mein Mofa/Moped tune?

Wer sein Mofa, Moped oder Roller frisiert, dem drohen unangenehme Konsequenzen. Neben Punkten in Flensburg, Bußgeldern und - je nach Konstellation - Geldstrafen für das Fahren ohne Führerschein kann es nach einem Unfall teuer werden. Die Kfz-Haftpflicht wird zwar die Schäden des Gegners zunächst übernehmen. Dafür wird sie jedoch den Mofa-Tuner mit bis zu 5.000 Euro in Regress nehmen.