03.07.2018
Beruf & Freizeit

Diese Gad­gets trei­ben Fahr­r­ad­diebe in den Wahn­sinn

Wir wissen nicht, was Tüftler aus aller Welt motiviert, die folgenden Fahrrad-Gadgets zu entwickeln. Die Vorstellung, damit Fahrraddieben eins auszuwischen, ist aber sehr effektiv - und sogar unterhaltsam.

Rund 300.000 Zweiräder haben im vergangenen Jahr unfreiwillig den Besitzer gewechselt. Werden Fahrradfahrer beklaut, wird es schnell emotional. Aushänge wie dieser lassen ungefähr erahnen, was in den Köpfen der Bestohlenen vorgeht:


Ärger, Wut oder niedere Rachegelüste der Beklauten: Wir wissen nicht, was Tüftler aus aller Welt motiviert, die folgenden Fahrrad-Gadgets zu entwickeln. Die Vorstellung, damit Fahrraddieben eins auszuwischen, ist aber allemal befriedigend - und unterhaltsam.


1. Mit Dezibel, GPS und Community gegen Fahrraddiebe

Auf dem Markt bahnen sich GPS-Tracker und Schlösser, die Alarm schlagen, den Weg. Neu ist jetzt ein Diebstahlschutz, der beide Funktionen zusammenbringt - und sogar einen Schritt weitergeht:


  • Macht sich ein Dieb am Rad zu schaffen, schlägt der Diebstahlschutz namens Insect mit 90 Dezibel Alarm. 
  • Der Besitzer erhält eine Push-Nachricht auf sein Smartphone.
  • Gleichzeitig bekommen auch alle anderen Insect-Nutzer eine Nachricht.
  • Sollte das Rad dennoch geklaut werden, lässt sich der neue Standort per App ermitteln.


 


2. Voll auf die Nase: Das Stinktierschloss

Das Skunklock setzt auf eine drastische Art der Abschreckung. Im Inneren des „Stinktier-Schlosses“ befindet sich ein Gasgemisch. Versucht der Dieb es zu knacken, tritt das Gasgemisch aus und löst Übelkeit und Brechreiz aus. 99 Prozent der Test-Diebe hätten sich in einem Abstand von 60 Zentimeter übergeben müssen, so der Hersteller.




3. Das unstehlbare Fahrrad - geht das?

Drei Chilenen haben den Begriff "Rahmenschloss" wörtlich genommen und ein Fahrrad konstruiert, das unstehlbar sein soll. Der Grund: Der Fahrradrahmen ist gleichzeitig das Schloss. Zerstört ein Dieb das "Schloss", ist gleichzeitig das komplette Fahrrad hinüber. Praktisch bei dieser Lösung: Radfahrer brauchen kein zusätzliche Sicherung mehr mitführen.



Wie kann ich mein Fahrrad versichern?

Es gibt zwei Möglichkeiten, sein Fahrrad gegen Diebstahl und andere Schäden zu versichern:


1. Fahrrad über Hausratversicherung abgedeckt

Wird ein Fahrrad aus einer Wohnung oder aus dem abgeschlossenen Keller geklaut, leistet die Hausratversicherung. Wer sein Fahrrad auch auf offener Straße versichert wissen möchte, sollte seine Hausratversicherung um diesen Schutz erweitern. Einige Hausratversicherer bieten diese Deckung aber auch standardmäßig an. Hier kommt es auf den individuellen Vertrag an. „Radfahrer sollten im Zweifelsfall ihren Hausratversicherer fragen, wie ihr Bike geschützt ist und mit welcher Summe“, rät GDV-Versicherungsexperte Mathias Zunk.


2. Über eine Fahrradversicherung

Teure und hochwertige Räder sollten über eine eigenständige Fahrradversicherung abgesichert werden. Diese haben in der Regel höhere Versicherungssummen als eine Hausratversicherung, wenn das Rad geklaut wurde. Zudem leisten sie häufig auch bei Vandalismusschäden, die über eine Hausratversicherung nicht abgedeckt sind.


 


Wie sichere ich mein Rad am besten?

Auch wer sich gegen ein smartes Schloss entscheidet, sollte in puncto Sicherheit nicht knausern. „Als Faustregel gilt, fünf bis zehn Prozent des Fahrradpreises in das Schloss zu investieren“, empfiehlt GDV-Versicherungsexperte Mathias Zunk. Der Grund: Je stabiler das Schloss, desto länger brauchen Fahrraddiebe, um es zu knacken. „Da Fahrraddiebe häufig unter Zeitdruck arbeiten, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass das Rad geklaut wird“, sagt Zunk. Eine Liste zertifizierter Fahrradschlösser findet sich bei der VdS Schadenverhütung.