13.02.2019
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Tier­ver­si­che­rung: Brau­chen Hund und Katze eine Kran­ken­ver­si­che­rung?

Wenn das geliebte Haustier krank wird, können die Behandlungskosten schnell explodieren. Mit der richtigen Tierversicherung sind Hundehalter und Katzenliebhaber auf der finanziellen sicheren Seite.

Wurmkur, Impfungen oder Kastration: Herrchen und Frauchen kennen diese Behandlungen. Mit den damit verbundenen Kosten können die Besitzer rechnen und sie einkalkulieren. Womit die Tierliebhaber jedoch weniger rechnen: Unvorhersehbare Krankheiten, wie ein plötzliches Nierenversagen, Schilddrüsenunterfunktion oder Diabetes. Eine chronische Krankheit erfordert eine lebenslange Medikation und regelmäßige ärztliche Behandlung - das gilt sowohl für Menschen als auch für Haustiere.


Versicherung schützt vor unerwarteten Operationskosten

Neben möglichen chronischen Erkrankungen kann es auch zu unerwarteten Operationen kommen. Egal ob Kreuzbandriss oder Darmverschluss: Die Tierarztrechnung nach der Behandlung und Operation kommt bestimmt. Werden die Kosten zu hoch, kann es früher oder später zu dem Gedanken kommen: Lasse ich mein Haustier behandeln oder einschläfern? Eine Krankenversicherung für den Hund oder die Katze hilft, in schwierigen Fällen keine Entscheidung aus finanziellen Gründen treffen zu müssen. Mit der Versicherung kann die Heilung des Tieres im Vordergrund stehen.



Tierkrankenversicherungen: Es kommt auf die Rasse an

Stubentiger oder Freigänger? Dackel oder Schäferhund? Je nach Tier und Rasse gibt es unterschiedliche Tarifierungen in der Tierkrankenversicherung. Denn ein freilaufender Kater hat zum Beispiel ein höheres Risiko in einen Zweikampf mit einem Dachs zu geraten, als eine Katze, die nur in der Wohnung lebt. Ein 60 Kilo schwerer Bernhardiner braucht im Krankheitsfall eine höhere Medikation als ein zwei Kilo leichter Chihuahua. Tierkrankenversicherungen bieten deshalb rassespezifische Tarife an. 


Rund-um-Schutz oder "nur" die Operationskosten versichern?

Tierbesitzer können prinzipiell zwischen zwei Arten von Tierkrankenversicherungen entscheiden:


  • Mit einem Rund-um-Schutz ist das Tier umfangreich von der kleinen Schnittwunde in der Tatze bis hin zum Nierenausfall abgesichert. Die Versicherung schützt den Hundehalter oder Katzenliebhaber auch vor den hohen Kosten einer möglichen Operation. 
  • Ein Operationskostenschutz hingegen versichert ausschließlich die Kosten einer möglichen Operation inklusive Nachbehandlung ab. Zum Beispiel bei einem Kreuzbandriss, einem Darmverschluss, einer Magendrehung oder bei Frakturen. "Normale" Behandlungskosten, etwa wegen eines Vireneffekts oder internistische Vorsorgeuntersuchung, werden von dem Operationskostenschutz dagegen nicht übernommen.

    Auch hier spielt die Rasse des Hundes/ der Katze eine entscheidende Rolle. Je nach Tier unterscheidet sich nämlich die Dosierung bei der Anästhesie während einer Operation und die anschließende Nachbehandlung. Auch die Höhe der Medikamente müssen individuell auf das Haustier abgestimmt werden.


Was kostet eine Tierarztbehandlung?

Tierärzte berechnen ihre Gebühren nach der sogenannten „Gebührenordnung für Tierärzte“ (GOT Satz). Tierärzte müssen also die tierärztlichen Leistungen einschließlich der Preise und Preisspannen und die angewandte Arzneimittel innerhalb dieser Gebührenordnung regeln.


Die Höhe der einzelnen Gebühren bemisst sich dabei nach dem einfachen bis dreifachen Gebührensatz. Der einfache Gebührensatz bei einer Untersuchung einer Katze liegt laut der Gebührenordnung zum Beispiel bei rund 9 Euro, der dreifache Satz bei rund 27 Euro. Bei der Untersuchung des Hundes liegt der einfache Gebührensatz bei rund 14 Euro und der dreifache bei rund 40 Euro.


Handelt es sich beim Tierarztbesuch um einen Eilbesuch, weil der Hund beispielsweise beim Gassigehen einen Giftköder erwischt hat, dann kann dies zusätzlich noch bis zu 77 Euro kosten (dreifacher Gebührensatz), da durch die Eilbedürftigkeit der Praxisbetrieb erheblich gestört werden würde. Berücksichtigt bei der Gebührenhöhe wird immer der Zeitaufwand, die Schwierigkeit der Leistung, der Wert des Tieres und die örtlichen Verhältnisse.