13.12.2018
Altersvorsorge & Rente

Drei Mög­lich­kei­ten, das Weih­nachts­geld in die Alters­vor­sorge zu inves­tie­ren

Mit dem Weihnachtsgeld können Arbeitnehmer die eigene Rente aufbessern. Wir zeigen, wie das funktioniert.

Mit der Gehaltsabrechnung im Dezember bekommen viele Angestellte endlich das Monatsgehalt, dass ihnen zusteht. Doch die Freude währt meist nicht lang: Weihnachtsgeschenke und -urlaub verschlingen schnell den Bonus. Dabei können Arbeitnehmer deutlich länger von ihrem Weihnachtsgeld profitieren. Dasselbe gilt auch für Boni, Tantiemen oder Sonderzahlungen an Selbstständige, die am Jahresende ausgeschüttet werden.

Stecken sie einen Teil davon in ihre bestehende Altersvorsorge, machen sie sich selbst ein Geschenk, das sich im Alter auszahlt. Diese drei Möglichkeiten gibt es:


1. Mit dem Weihnachtsgeld die Riester-Rente erhöhen

Mit einer Sondereinzahlung in einen Riester-Vertrag erhöht sich das angesparte Kapital. Das hat vor allem zwei Vorteile für Versicherte:


  • Der Zinseszinseffekt wird dadurch verstärkt.
  • Die Altersrente steigt.


Vor allem für Sparer, die im letzten Jahr eine Gehaltserhöhung bekommen haben, lohnt sich eine Sonderzahlung. Der Grund: Um die volle staatliche Förderung in Form von Zulagen zu bekommen, müssen vier Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens abzüglich der Zulagen im laufenden Jahr eingezahlt werden. Je nach Einkommen können sich daraus auch steuerliche Vorteile ergeben. Faustformel hierbei: Je höher das zu versteuernde Einkommen, desto größer ist meistens der Steuervorteil durch die Riester-Rente.


2. Weihnachtsgeld für betriebliche Altersversorgung nutzen

Arbeitnehmer mit einer betrieblichen Altersversorgung können ihr Weihnachtsgeld für die Entgeltumwandlung einsetzen und damit ihre Ansprüche bei der Betriebsrente erhöhen. Bis zu 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (West) können Arbeitnehmer jedes Jahr in ihre Betriebsrente investieren. Dieser Betrag kann steuer- und sozialabgabenfrei in eine Direktversicherung, eine Pensionskasse oder einen Pensionsfonds eingezahlt werden.


Betriebsrenten werden zudem auch auf unterschiedlichste Art und Weise staatlich gefördert, wie Arbeitnehmer davon profitieren, haben wir auf dieser Seite zusammengefasst.



3. Für Selbstständige: Steuervorteile der Basisrente ausschöpfen („Rürup-Rente“)

Die Basisrente – auch Rürup-Rente genannt – ist prinzipiell auf die schwankenden Einkommensverhältnisse von Selbstständigen ausgerichtet. Außerplanmäßige Extrazahlungen sind bei einer Basisrente nichts Ungewöhnliches. Selbstständige können sich das zu Nutze machen, sofern sie am Ende des Jahres Überschüsse erwirtschaftet oder Sonderzahlungen erhalten haben. Auch für sie gilt: Mit einer Sonderzahlung erhöhen sie ihre Altersrente und können so den steuerlichen Förderrahmen möglichst voll ausschöpfen.