11.12.2017
Auto & Reise

Wann nach einem Blech­scha­den die Poli­zei geru­fen wer­den sollte

Für die meisten Autofahrer ist es nach einem Unfall schwierig zu beurteilen, ob es beim kleinen Blechschaden bleibt oder sich als Totalschaden entpuppt. Was Autofahrer über vermeintliche Bagatellunfälle unbedingt wissen sollten:

Was ist ein Bagatellschaden?

In der Kfz-Versicherung spricht man von einem Bagatellschaden oder auch –unfall, wenn nur kleinere Blechschäden entstanden sind. Versicherer regulieren Bagatellschäden grundsätzlich auch ohne polizeiliche Unfallaufnahme. 

Wann die Polizei gerufen werden sollte - und wann nicht

Bei kleineren Blechschäden, bei denen niemand verletzt wurde, können die Beteiligten den Unfall auch selbst dokumentieren und gemeinsam ein Unfallprotokoll anfertigen. Diese sollte aber die gleichen Angaben enthalten, wie ein Polizeiprotokoll. Am besten gelingt das mit dem Europäischen Unfallbericht


Klare Sache 1: Personen sind verletzt

Wurden Personen verletzt - ob leicht oder schwer spielt keine Rolle -, sollte immer die Polizei verständigt werden. 


Klare Sache 2: Das Auto fährt nicht mehr

Sobald ein Auto nicht mehr fährt, ist es ein normaler Unfall und die Polizei muss den Unfallhergang aufnehmen.


Das Bauchgefühl - eine nicht juristische Faustformel

Als Laie lässt sich oft nicht abschätzen, ob der augenscheinliche Bagatellschaden nicht doch zum Totalschaden führt. Unser Tipp: Achten Sie auf Ihr Bauchgefühl. Sobald Sie den Eindruck haben, hier stimmt etwas nicht, schalten Sie die Polizei ein. Das gilt besonders, wenn Drogen im Speil sein könnten oder der Unfallgegner Sie überrumpelt oder Sie sogar zu einer Unterschrift nötigt.


Bei wem ist mein Unfallgegner eigentlich versichert?

Sind keine Versicherungspapiere zur Hand aber der Versicherer muss unverzüglich informiert werden, dann hilft der Zentralruf der Autoversicherer unter 0800/2502600 weiter.