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Neue Typklassen: Für diese Autos ändert sich die Einstufung

Auto

Für mehr als zwölf Millionen Autofahrer ändert sich im kommenden Jahr die Typklasse. Unsere Bilderstrecke stellt eine Auswahl der neuen Einstufungen vor.

05.10.2026

Kfz-Versicherungen berücksichtigen die Typklassen, um die Versicherungsbeiträge für die Kfz-Haftpflicht- und Kaskoversicherung berechnen zu können. Der Versicherungsverband GDV hat für rund 33.000 Automodelle die neue unverbindliche Typklassenstatistik veröffentlicht.

Demnach bleibt es für gut 30 Millionen bzw. rund 71 Prozent der Autofahrer bei der Typklasse des Vorjahres. Für rund 7,4 Millionen Autofahrer in der Kfz-Haftpflichtversicherung gelten künftig höhere Einstufungen, rund 5,1 Millionen profitieren von besseren Typklassen. Große Sprünge sind allerdings die Ausnahme. Wir zeigen fünf Modelle mit niedrigeren und fünf mit höheren Einstufungen als im Vorjahr.

 

5 Modelle mit niedrigeren Einstufungen als im Vorjahr

© Getty Images
Der BMW 316i (Baujahr 2012 bis 2015) fällt in der Haftpflicht und der Vollkasko um eine Stufe nach unten. In der Teilkasko geht es gar um zwei Stufen runter.  |  © Getty Images
© Mercedes-Benz AG
Der Mercedes GLC 200 4MATIC (ab Baujahr 2022) verbessert sich in der Vollkasko um zwei Stufen und in der Haftpflicht um eine. Die Einstufung in der Teilkasko bleibt unverändert.  |  © Mercedes-Benz AG
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Für den Mitsubishi ASX 1.8 DI‑D 4WD (Baujahr 2010 bis 2016) geht es in allen drei Kategorien (Haftpflicht, Teil- und Vollkasko) um je eine Stufe nach unten.  |  © Getty Images
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Der Seat TOLEDO 1.2 (Baujahr 2012 bis 2015) steht in allen drei Kategorien eine Stufe besser da.  |  © Getty Images
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Der Skoda Fabia 1.2 (Baujahr 2007 bis 2014) verbessert sich in Teil- und Vollkasko sowie der Haftpflicht um eine Stufe.  |  © Getty Images

Typklassen erklärt: Die 5 wichtigsten Fragen & Antworten

  • Was ist die Typklasse?

    Die Typklasse ist eines von zahlreichen Tarifmerkmalen, das die Versicherer bei der Berechnung des Versicherungsbeitrages berücksichtigen. Je niedriger die Einstufung in der Typklasse, desto günstiger wirkt sich dies auf den Versicherungsbeitrag aus. Allein die Veränderung bei der Typklasse lässt jedoch keinen Rückschluss über die Entwicklung des gesamten Kfz-Versicherungsbeitrages zu.

    Die Typklassen spiegeln die Schaden- und Unfallbilanzen eines jeden in Deutschland zugelassenen Automodells wider. Zur Berechnung der Typklassen werden die Fahrzeugschäden und die dadurch verursachten Reparaturkosten der letzten drei Jahre betrachtet. Wurden mit einem Fahrzeugtyp vergleichsweise weniger Schäden gegenüber den Vorjahren gemeldet und entschädigt, wird das Modell in eine niedrigere Typklasse eingestuft. Umgekehrt funktioniert es genauso.

  • Wie erfolgt die Einstufung eines Automodells?

    Für die Statistiken der Kfz-Haftpflichtversicherung sind die Versicherungsleistungen für geschädigte Dritte nach Verkehrsunfällen maßgeblich. In die Berechnungen der Vollkasko-Versicherung fließen die Versicherungsleistungen für Schäden am eigenen Auto nach selbstverschuldeten Unfällen und für Teilkasko-Schäden ein (u.a. Autodiebstähle, Glasschäden, Wildunfälle oder Schäden durch Naturereignisse). Für die Statistiken der Teilkasko-Versicherung werden nur Teilkasko-Schäden betrachtet.

  • Wie werden neue Fahrzeugmodelle in die drei Typklassensysteme eingestuft?

    Da für neue Modelle noch keine Schadenbilanzen berechnet werden können, wird unter anderem die Schadenerwartung von vergleichbaren Fahrzeugen herangezogen. In der Vollkaskoversicherung  werden zudem Informationen aus einem Crashtest genutzt, um den Reparaturaufwand für einen durchschnittlichen Unfall im Stadtverkehr ermitteln zu können.

  • Welche Auswirkungen haben automatisierte Fahrassistenzsysteme auf die Typklassen?

    Automatisierte Fahrassistenzsysteme, wie zum Beispiel Notbremsassistenten, können einen mittelbaren Einfluss auf die Einstufung haben: Zur Einteilung in die Typklassen werden die Fahrzeugschäden und die dadurch verursachten Reparaturkosten der letzten drei Jahre betrachtet. Werden mit einem Fahrzeugtyp vergleichsweise wenig bzw. geringe Schäden gemeldet und entschädigt, wird das Modell in eine niedrige Typklasse eingestuft. Umgekehrt funktioniert es genauso. Werden also – zum Beispiel dank der in den Automodellen verbauten Sicherheitssysteme – mit einem Fahrzeugtyp weniger bzw. geringere Schäden verursacht, kann sich das mittelbar positiv auf die Typklasse auswirken.

  • Wie wird die Typklasseneinstufung angewendet?

    Die Typklasseneinstufung ist für die Versicherungsunternehmen unverbindlich und kann für Neuverträge und für bestehende Verträge zur Hauptfälligkeit angewendet werden – in der Regel ist dies der 1. Januar des folgenden Jahres.

5 Modelle mit höheren Einstufungen als im Vorjahr

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Für den Audi Q4 35 E‑TRON (Baujahr ab 2020) geht es in allen drei Kategorien (Teil- und Vollkasko sowie Haftpflicht) um jeweils eine Stufe rauf.  |  © Getty Images
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Für den BMW 330D TOURING XDRIVE (Baujahr ab 2019) geht es in der Haftpflicht um zwei Stufen nach oben. Teil- und Vollkasko bleiben unverändert.  |  © Getty Images
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Die Einstufung für den Citroen C4 1.2 (Baujahr 2020 bis 2025) steigt in der Haftpflicht um zwei Stufen und in der Vollkasko um ein. Die Teilkasko bleibt unverändert.  |  © Getty Images

Mercedes CLA 250 E

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Der Skoda Rapid 1.2 (Baujahr 2012 bis 2015) verschlechtert sich in der Haftpflicht um zwei Stufen. Teil- und Vollkasko bleiben dagegen im Vergleich zum Vorjahr gleich.  |  © Getty Images