Hochwasser: So sind die Schäden versichert

Wohnen
02.01.2024

Keller unter Wasser: Das gilt für den Versicherungsschutz

Betroffene Hausbesitzer bekommen die entstandenen Schäden durch Hochwasser ersetzt, wenn sie zuvor eine Elementarschadenversicherung abgeschlossen haben. Die Elementarschadenversicherung müssen Hausbesitzer und Mieter als erweiterten Naturgefahrenschutz zur Wohngebäudeversicherung abschließen, um gegen Elementarschäden versichert zu sein.

Wer eine Wohngebäudeversicherung mit Elementarschutz abschließt, hat nach einem Hochwasser, Starkregen, Überschwemmung oder Rückstau Anspruch auf folgende Leistungen:

  • Die Reparaturen im und am Haus sowie den Nebengebäuden (z.B. Garage oder Schuppen).
  • Die Trockenlegung und Sanierung des Gebäudes.
  • Den eventuellen Abriss des Gebäudes.
  • Die Konstruktion und Bau eines gleichwertigen Hauses.


Die Wohngebäudeversicherung mit Naturgefahrenschutz kann auch die Kosten für eine alternative Unterkunft bzw. Mietausfälle übernehmen, sollte das Haus vorübergehend unbewohnbar sein.

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Wie sind Schäden durch Grundwasser versichert?

Grundwasser ist Wasser, das unterirdisch im Erdreich vorhanden ist. Dringt es unterirdisch ein und beschädigt das Mauerwerk, besteht kein Versicherungsschutz. Ist das Gebäude in einem einwandfreien Zustand, dürfte Grundwasser keine Schäden an den Wänden verursachen. 

Wird das Grundwasser jedoch nach oben gedrückt, das Grundstück überschwemmt und infolgedessen läuft Wasser in den Keller, ist dieser Überschwemmungsschaden über die Elementarschadenversicherung abgedeckt. Eine Überschwemmung durch Grundwasser kann eintreten nach Niederschlägen oder nach einer Überschwemmung durch Flusshochwasser. Bleibt das Grundwasser jedoch unterhalb der Erdoberfläche, besteht kein Versicherungsschutz.

Wenn der Hausrat nass wird

Unwetterschäden am Inventar eines Hauses sind über die Hausratversicherung geschützt – sofern die Hausratversicherung über den Elementarversicherungsschutz verfügt. So wie bei der Wohngebäude- kann auch die Hausratversicherung um den bei Hochwasser sehr wichtigen Naturgefahrenschutz erweitert werden.

Die Hausratversicherung bezahlt den Wiederbeschaffungspreis für gestohlenes oder irreparables Inventar; die Reparaturkosten für beschädigtes Inventar; oder eine Wertminderung bei beschädigten aber noch uneingeschränkt nutzbaren Gegenständen.


Auto unter Wasser: Diese Versicherung leistet

Autofahrer, deren Wagen bei einem Hochwasser beschädigt wurde, sind durch die Teilkaskoversicherung geschützt. Wer eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen hat, bekommt den Schäden ebenfalls ersetzt. Kaskoversicherungen leisten auch bei Schäden durch anderen Extremwetterereignissen wie zum Beispiel Hagel oder Sturm.

Wird ein Auto durch das Hochwasser komplett zerstört oder weggeschwemmt, erhalten geschädigte Autofahrer in der Regel den Wiederbeschaffungswert oder, abhängig vom Vertrag, der Neupreis bezahlt. Der mögliche Restwert des Wracks wird dabei von der Erstattungssumme abgezogen.



Wann sollte ich eine Elementarschadenversicherung abschließen?

Wenn der Keller bereits unter Wasser steht, ist es zu spät - viel zu spät. Es ist deshalb sinnvoll, wenn sich Hausbesitzer rechtzeitig um den Naturgefahrenschutz kümmern. Denn sie müssen sich auf Wartezeiten einstellen. In der Regel müssen sie einige Wochen warten, bis sie ihre neue Elementarschadenversicherung in Anspruch nehmen können. Solche Wartezeiten bei Versicherungen sind üblich, auch in der Berufsunfähigkeitsversicherung oder der Rechtsschutzversicherung gibt es sie beispielsweise.


Der Grund für die Wartezeiten ist einfach: Es geht darum, Missbrauch durch Einzelne zu unterbinden. Durch die Wartezeit wird verhindert, dass nicht jeder erst dann eine Versicherung abschließt, wenn der Schaden schon passiert ist. So würde keine Versicherungsgemeinschaft funktionieren.

Gut zu wissen: Was sind Elementarschäden?

Zu den Elementarschäden gehören:


  • Starkregen / Überschwemmung / Rückstau
  • Hochwasser
  • Schneedruck
  • Lawine / Erdrutsch
  • Erdsenkung / -beben
  • Vulkanausbruch
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